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Corona-Massentests in Österreich: Zwei Millionen Tests, 4200 Fälle

Corona-Massentests in Österreich: Zwei Millionen Tests, 4200 Fälle

An den Corona-Massentests in Österreich haben laut Regierung rund zwei Millionen Menschen teilgenommen.

Agentur
sda
vor 4 Monaten in
Politik
ARCHIV - Menschen werden bei Corona-Massentests in einer Messehalle in Graz auf das Virus getestet. Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa
ARCHIV - Menschen werden bei Corona-Massentests in einer Messehalle in Graz auf das Virus getestet. Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa
Keystone/APA/Erwin Scheriau

Von ihnen seien rund 4200 Menschen auch bei einem Zweittest positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober am Montag mit. Die 4200 symptomlosen Infizierten seien entdeckt worden, bevor sie weitere Menschen hätten anstecken können, was der Sinn der Tests gewesen sei, betonte Anschober.

Da Antigen-Schnelltests auch falsch positiv ausfallen können, wurden alle positiven Fälle im Labor auf Virus-Erbgut nachgetestet.

Österreichs Regierung hatte die umstrittene Massnahme, landesweit Massentests mittels Antigen-Schnelltests durchzuführen, zum Ende des dreiwöchigen Lockdowns im Land Anfang Dezember angekündigt. Wie Kanzler Sebastian Kurz damals betonte, orientierte man sich an dem Vorbild der Slowakei, das die meisten seiner 5,5 Millionen Einwohner hatte testen lassen - allerdings unter strengen Auflagen für alle, die anschliessend keinen negativen Test vorweisen konnten.

Ziel der in Österreich freiwilligen Testaktion mit Hilfe der Armee war es, rechtzeitig vor Weihnachten unentdeckte Fälle herauszufinden. Wegen des verhaltenen Interesses warben Spitzenpolitiker mehrfach für die Tests und liessen sich medienöffentlich selbst testen.

Die Teilnahmeraten schwankten regional: In Niederösterreich etwa nahmen rund 36 Prozent der Testberechtigten teil, in Wien nur 13,5 Prozent. Eine zweite Runde der Tests soll laut Anschober nach den Feiertagen stattfinden, wobei man dann auch Gruppen erreichen wolle, die dem Angebot bisher ablehnend gegenüber gestanden hätten.

Die Infektionszahl in den vergangenen sieben Tagen lag am Montag bei 217,5 pro 100 000 Einwohner. Seit dem Vortag wurden 2588 Neuinfektionen gemeldet. Rund 3500 Corona-Patienten lagen österreichweit im Krankenhaus, davon etwa 600 auf Intensivstationen.

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