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Digitaler Wind bläst durchs Glarnerland

Digitaler Wind bläst durchs Glarnerland

Letztes Jahr hat der Kanton Glarus seine Digitalisierungsstrategie verabschiedet und das Amt für Wirtschaft und Arbeit hat mit der Umsetzung der wirtschaftlich relevanten Massnahmen beauftragt. Nun liegen die Ziele vor.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Politik
Datenautobahnen sind die Grundlage für die digitale Zukunft im Glarnerland (Industrie Bilten vor dem Mürtschenstock).
PRESSEBILD

Leistungsstarke Datennetzwerke, mobiles Arbeiten und digitale Dienstleistungen sind wichtig. Dies zeigt auch die aktuelle Situation, wie der Kanton Glarus in einer Mitteilung schreibt. Homeoffice ist zum neuen Schlagwort geworden. Dafür braucht es die nötige Infrastruktur. Das Mehrjahresprogramm «Transformation zur digitalen Arbeit in allen drei Sektoren», mit dem das AWA die wirtschaftlich relevanten Ziele der Digitalisierungsstrategie (Digla) umsetzen will, zeigt die Potenziale im Glarnerland auf, schafft Rahmenbedingungen und definiert konkrete Massnahmen, wie es heisst.

Vier Fokusthemen

Das Mehrjahresprogramm des AWA setzt bei vier Fokusthemen an.

  • Weiterentwicklung der Basisinfrastruktur als Grundlage für die Vernetzung;
  • Aufbau digitaler Kompetenzen zur Sicherstellung der Arbeitsmarktfähigkeit;
  • Entwicklung digitaler Angebote in der Verwaltung;
  • Innovationsförderung durch attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

Das entsprechende Mehrjahresprogramm umfasst acht Massnahmen, die bis 2025 umgesetzt werden sollen.

Basis-Infrastruktur für digitales Arbeiten

Schnelles Internet ist die Grundvoraussetzung für mobiles und standortunabhängiges Arbeiten, für die globale Zusammenarbeit und die persönliche Weiterbildung. In einem ersten Schritt dokumentiert eine IST-Analyse die Situation im Kanton Glarus. Nach der Bestandsaufnahme gelte es, punktuelle Lücken anzugehen und aufzuheben. Ein Förderpaket soll Pilotprojekte unterstützen, Beiträge an Infrastrukturkosten ermöglichen und sogenannte Accesspoints erschliessen.

Digitale Verwaltung mit effizienten Dienstleistungen

Eine digitale Verwaltung fördere die Attraktivität des Kantons Glarus als Arbeits- und Wirtschaftsstandort. Deshalb sollen effiziente digitale Dienstleistungen für KMU, wie zum Beispiel die digitale Firmengründung, gefördert werden. Zudem Will der Kanton im Bereich Kommunikation Tools für die Zusammenarbeit schaffen, die von allen Amtsstellen genutzt werden können – zum Beispiel Chatbots oder digitale Formulare.

Attraktiver Rahmen für Innovation

Der Aufbau eines lebendigen Startup-Ökosystems soll Dynamik für den ganzen Kanton auslösen. Die digitalen Veränderungen fordern das Gewerbe, die Landwirtschaft, die Industrie, den Detailhandel sowie den Tourismus. Mit sektorenübergreifenden intelligenten Weiterentwicklungen könne der Kanton Glarus in den genannten Bereichen eine Vorreiterrolle in der technologieunterstützten Unternehmensentwicklung übernehmen.

Aus- und Weiterbildung als Schlüsselelement

Die Nachfrage nach Fähigkeiten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) steigt – nicht nur im Kanton Glarus. Der Fachkräftemangel bedingt eine Förderung dieser Fächer ab der Volksschule. Gleichzeitig verändern sich bestehende Arbeitsfelder und Berufsbilder. Die Aus- und Weiterbildung der heutigen Arbeitskräfte sei ein Schlüsselelement zur digitalen Transformation. Bund und andere Kantone bieten bereits Programme, die auch der Kanton Glarus zur optimalen Förderung nutzen will. (dje)

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