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Lehrmittel Graubünden verkauft keine fremden Bücher mehr

Lehrmittel Graubünden verkauft keine fremden Bücher mehr

Ab 2022 wird Lehrmittel Graubünden keine Lehrmittel von Fremdverlagen mehr vertreiben. Auch die Arbeit wird vermehrt intern erledigt – bis auf wenige Bereiche wird der Lehrmittel-Vertrieb bald vom Amt für Volksschule und Sport durchgeführt.

Südostschweiz
vor 2 Monaten in
Politik
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Ab 2022 will sich Lehrmittel Graubünden auf Eigenproduktionen, wie hier im Bild fokussieren.
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Bis anhin hat Lehrmittel Graubünden nicht nur rund 650 Eigenproduktionen verkauft, sondern auch mehr als 1300 Artikel aus anderen Verlagen. Gemäss einer kantonalen Medienmitteilung sei mit Letzterem nun aber Schluss. Da Ende 2021 der Vertrag mit dem aktuellen Vertriebspartner auslaufe, habe man sich entschieden, die Struktur von Lehrmittel Graubünden zu hinterfragen.

Nur noch Eigenproduktionen                                 

In den letzten Jahren habe der Kanton kaum noch Gewinne mit dem Verkauf fremder Lehrmittel gemacht, heisst es in der Mitteilung. Zwischenzeitlich seien daraus sogar Verluste entstanden. Ausserdem würden Lehrmittel Graubünden die Voraussetzungen fehlen, um mit privaten Anbietern zu konkurrieren. Lehrpersonen hätten durch das Internet mittlerweile die Möglichkeit, die Preise der Lehrmittel zu vergleichen, und sie somit günstiger als bei Lehrmittel Graubünden zu erwerben. Deshalb werde man sich ab 2022 auf den Verkauf von Eigenproduktionen konzentrieren.

Amt für Volksschule und Sport übernimmt

Ab 2022 soll das Amt für Volksschule und Sport die gesamte Administration des reduzierten Sortiments, die Bestellungen, die Betreuung des Webshops sowie die Lehrmittelberatung wieder selber übernehmen. Nur noch für die Bereiche Lager und Versand möchte der Kanton auf einen externen Anbieter zurückgreifen, heisst es. Dieser Auftrag werde in den nächsten Monaten öffentlich ausgeschrieben.

Mediothek statt Lehrmittelausstellung

Da das Sortiment nun stark reduziert werde, werde man ab 2022 auch auf eine ständige Lehrmittelausstellung verzichten, schreibt der Kanton weiter. Die Lehrpersonen werden stattdessen an die Mediothek der Pädagogischen Hochschule Graubünden in Chur verwiesen. (mas)

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