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Vier Projekte für weniger Lärm

Vier Projekte für weniger Lärm

Der Glarner Regierungsrat hat vier Lärmschutzprojekte in Netstal, Nidfurn, Leuggelbach und Riedern bewilligt. Die Gesamtkosten betragen mehr als eine halbe Million Franken.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Politik

Gemäss der Lärmschutzverordnung des Bundes ist der Kanton Glarus verpflichtet, bei den Kantonsstrassen, bei welchen die Immissionsgrenzwerte überschritten werden, Lärmsanierungen durchzuführen. Der Glarner Regierungsrat genehmigt daher laut einer Mitteilung vier Projekte, mit denen Programmvereinbarungen mit dem Bundesamt für Umwelt bestehen. Den Kanton kosten die Massnahmen 519'500 Franken.

Netstal

Im Bereich der Lerchenstrasse und der Molliserstrasse in Netstal sind 14 Gebäude sanierungspflichtig und bei vier nicht überbauten Parzellen ist der Immissionsgrenzwert überschritten. Der Grenzwert für den Einbau von Schallschutzfenstern wird bei keinem Gebäude erreicht. Bei der Molliserstrasse wurde im Jahr 2017 im Rahmen des Verkehrsberuhigungskonzeptes der Gemeinde Glarus eine Tempo-30-Zone umgesetzt. Als Lärmsanierungsmassnahme wird auf der Lerchenstrasse auf einer Strecke von etwa 405 Metern ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut. Dadurch kann der Grenzwert bei sechs sanierungspflichtigen Gebäuden und bei drei nicht überbauten Parzellen eingehalten werden. Bei acht Gebäuden und einer nicht überbauten Parzelle bleibt der Grenzwert überschritten. Dafür hat die Abteilung Umweltschutz und Energie entsprechende Erleichterungen gewährt. Der Einbau des lärmarmen Belages ist ab 2021 vorgesehen und wird zusammen mit der Strassensanierung ausgeführt.

Nidfurn

In Nidfurn sind 29 Gebäude sanierungspflichtig und bei elf nicht überbauten Parzellen ist der Immissionsgrenzwert überschritten. Bei 17 Gebäuden werden Schallschutzfenster eingebaut. Eine Geschwindigkeitsreduktion ist nicht vorgesehen. Der bestehende Belag wurde 2008 und 2009 eingebaut und befindet sich noch in einem guten Zustand. Es wird ein lärmarmer Belag eingebaut, sobald ein Sanierungsbedarf besteht. Im Rahmen des Lärmsanierungsprojektes Nidfurn werden für 29 Gebäude und elf nicht überbaute Parzellen Erleichterungen beantragt. Die Schallschutzfenster werden ab 2021 ausgeführt.

Leuggelbach

In Leuggelbach wird bei 14 Gebäuden der Immissionsgrenzwert überschritten. Bei drei Gebäuden mit IGW-Überschreitung werden Schallschutzfenster eingebaut. Eine Geschwindigkeitsreduktion ist nicht vorgesehen. Die signalisierte Geschwindigkeit entspricht den allgemeingültigen Normgeschwindigkeiten. Der bestehende Belag wurde 2008 und 2014 eingebaut und befindet sich in einem guten Zustand. Es wird ein lärmarmer Belag eingebaut, sobald ein Sanierungsbedarf besteht. Im Rahmen des Lärmsanierungsprojektes Leuggelbach werden für 14 Gebäude Erleichterungen beantragt. Die Schallschutzfenster werden ab 2021 ausgeführt.

Riedern

In Riedern sind 26 Gebäude sanierungspflichtig und bei einer nicht überbauten Parzelle ist der Immissionsgrenzwert überschritten. Als Lärmsanierungsmassnahme ist auf der Lerchenstrasse auf einer Strecke von etwa 495 Metern der Einbau eines lärmarmen Strassenbelags geplant. Weiter soll im Zentrum von Riedern das bestehende Kopfsteinpflaster durch einen lärmarmen Strassenbelag ersetzt werden. Für 16 Gebäude, bei denen der Grenzwert trotz Massnahmen überschritten wird, werden Erleichterungen gewährt.

Gewährung von Erleichterungen
Für Liegenschaften, die über dem Immissionsgrenzwert belastet sind, kann die Vollzugsbehörde Erleichterungen gewähren, wenn die Sanierung unverhältnismässig ist oder überwiegende Interessen entgegenstehen. Im Fall des Lärmsanierungsprojekts Netstal können zum Beispiel keine weiteren wirkungsvolln und verhältnismässige Massnahmen an der Lärmquelle getroffen werden, welche keine unverhältnismässige Betriebseinschränkungen oder übermässige Kosten verursachen. 

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