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In Zürich kann ein neues Fussballstadion gebaut werden

Zürich erhält doch noch ein reines Fussballstadion: Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben zum Hardturmstadion mit 59,1 Prozent der Stimmen Ja gesagt. Sie stimmten mit 82«083 zu 56»744 Stimmen Ja zum Gestaltungsplan.

Agentur
sda
Sonntag, 27. September 2020, 18:07 Uhr Zürich
FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und GC-Vizepräsident Andras Gurovits in Champagnerlaune nach dem Abstimmungssieg.
FCZ-Präsident Ancillo Canepa (links) und GC-Vizepräsident Andras Gurovits in Champagnerlaune nach dem Abstimmungssieg.
KEYSTONE/ALEXANDRA WEY

Aufatmen bei den beiden Stadtzürcher Fussballclubs FC Zürich und Grasshopper Club: Ihr gemeinsames Fussballstadion auf dem Areal des früheren Hardturm-Stadions kann gebaut werden.

Die Stadiongegner wollen sich aber noch nicht ganz geschlagen geben. «Ob das heute an der Urne angenommene Bauprojekt gebaut werden kann, bleibt fraglich», schreibt die IG Freiräume in einer Stellungnahme zum Abstimmungsergebnis.

Es sei unklar, ob das Projekt den geltenden Lärmvorschriften und der veränderten Gerichtspraxis genüge. Es ist also gut möglich, dass die IG nun auf dem Rechtsweg gegen das Stadion kämpft.

Appell an die Stadiongegner

Bei den beiden Fussballclubs hingegen herrschte nach dem Abstimmungserfolg Optimismus: GC appellierte in einer Mitteilung an die Fairness der unterlegenen Gegner, dem Projekt nun nicht weitere Steine in den Weg zu legen.

«Hocherfreut über das Abstimmungsergebnis möchte ich mich an dieser Stelle herzlich beim Stimmvolk für die erneute Unterstützung bedanken», wird FCZ-Präsident Ancillo Canepa in einer Mitteilung zitiert. Es war bereits das vierte Mal, dass die Zürcherinnen und Zürcher über das Stadion abstimmen mussten.

Gegner kritisieren Umweltaspekte

Ende 2018 sagten die Stadtzürcher Stimmberechtigten mit 53,8 Prozent ein erstes Mal Ja zu diesem Stadionprojekt. In der damaligen Vorlage ging es um das Baurecht und die finanziellen Beziehungen zwischen der Stadt und den privaten Investoren geregelt wurde.

Daraufhin wurde der für die Realisierung nötige Gestaltungsplan ausgearbeitet. Gegen diesen haben Stadiongegner das Referendum ergriffen. Sie kritisierten, dass das Projekt mit den beiden Hochhäusern nicht ins Stadtbild passe, und dass die weitgehende Versiegelung des Areals schlecht für die Umwelt sei.

Zum Projekt «Ensemble» gehören neben einem Stadion mit 18'000 Plätzen auch Wohnungen und Gewerberäume. 174 Wohnungen werden im gemeinnützigen Wohnungsbau erstellt, 570 weitere in zwei Hochhäusern bauen die Anlagewerke der Credit Suisse.

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