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Umfrage: Viele Deutsche trauen Söder das Kanzleramt zu

Nach mehreren Monaten Corona-Krisenmanagement trauen deutlich mehr Menschen in Deutschland dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder das Amt des Bundeskanzlers zu.

Agentur
sda
Freitag, 10. Juli 2020, 12:19 Uhr Berlin
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Sitzung des bayerischen Kabinetts auf seinem Platz. Um mehr Abstand voneinander einhalten zu können, findet die Kabinettssitzung im großen Kuppelsaal der bayerischen Staatskanzlei…
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, sitzt vor Beginn einer Sitzung des bayerischen Kabinetts auf seinem Platz. Um mehr Abstand voneinander einhalten zu können, findet die Kabinettssitzung im großen Kuppelsaal der bayerischen Staatskanzlei…
Keystone/dpa Pool/Sven Hoppe

Wie aus dem am Freitag veröffentlichten ZDF-«Politbarometer» hervorgeht, halten 64 Prozent der Bürger, also fast zwei Drittel, den CSU-Chef für geeignet. Im März waren nur 30 Prozent dieser Meinung, 51 Prozent hatten ihm die Eignung damals abgesprochen.

Die Kanzlerfrage wird in Deutschland im nächsten Jahr akut, weil Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) nach vier Amtszeiten bei der Bundestagswahl 2021 nicht mehr antreten will. Nach allen Umfragen dürfte die CDU/CSU stärkste Kraft im Lande bleiben.

Söder liegt deutlich vor den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz. Den Wirtschaftsexperten Friedrich Merz halten 31 Prozent für geeignet fürs Kanzleramt, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet 19 Prozent und den Aussenpolitiker Norbert Röttgen 14 Prozent. Die drei Männer bewerben sich beim Bundesparteitag im Dezember um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die CSU ist die bayerische Schwesterpartei der CDU. Bei Bundestagswahlen treten sie stets mit einem gemeinsamen Spitzenkandidaten an.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, läge dem «Politbarometer» zufolge die CDU/CSU mit 39 Prozent klar vorn, gefolgt von den Grünen mit 20 Prozent. Die SPD liegt mit 15 Prozent weiter auf Platz drei, gefolgt von AfD (9 Prozent), Linke (7 Prozent) und Schlusslicht FDP (5 Prozent).

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