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Glarnerland ermittelt Potenzial von Fotovoltaikanlagen

Die Glarner Regierung hat entscheiden, der Forderung der BDP/GLP-Fraktion nachzugehen. Diese fordert, Fotovoltaikanlagen, die überdurchschnittlich viel Strom im Winter produzieren, mehr zu fördern.

Südostschweiz
Montag, 06. Juli 2020, 16:00 Uhr
Axpo-Projekt Solaranlage Muttsee-Staumauer.
AXPO

Letzten Winter hat die BDP/GLP-Fraktion von Glarus das Postulat «Mehr Solarstrom in Winter» eingereicht. Sie fordert eine Prüfung, wie Fotovoltaikanlagen, die im Winter einen überdurchschnittlichen Ertrag erbringen, aus dem Energiefonds unterstützt werden können. Wie es in einer Mitteilung heisst, unterstützt die Regierung dieses Anliegen und beantragt dem Landrat, ein entsprechendes Postulat zu überweisen.

In der Schweiz wird im Winter mehr Strom verbraucht als im Sommer. Unter anderem stammt dieser Strom aus Fotovoltaikanlagen. Solche Anlagen produzieren im Winter jedoch nur etwa ein Viertel des Stroms eines ganzen Jahres. Anlagen im alpinen Raum weisen hingegen eine überdurchschnittliche Stromproduktion in den Wintermonaten auf.

Förderung von Winterstrom

Die Förderung dieser Anlagen, aber auch anderer erneuerbaren Quellen, erfolgte bisher durch den Bund und nicht durch die einzelnen Kantone. Der Kanton Glarus möchte sich nun aber für die Förderung solcher Anlagen mit hoher Winterproduktion einsetzen. Zwar sei das Potenzial für alpine Anlagen beschränkt, dennoch gebe es einige Standorte, wie Seilbahnstationen oder hochgelegene Siedlungsgebiete wie Braunwald, die ans Stromnetz angeschlossen wären. Laut dem Kanton Glarus ist es aber sinnvoll, wenn schweizweit eine Lösung gefunden werde. Falls dies nicht stattfinde, sei die Regierung bereit, eigene Fördermittel zu prüfen.

Grundsätzlich unterstütze die Regierung das Anliegen. Beachtet werden müsse jedoch, wie die Schweiz vorgeht und ob eine angemessene Förderung eingerichtet wird. Auch müsse das Potenzial im Kanton Glarus genau ermittelt werden. (paa)

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