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Corona-Pandemie: Neuinfektionen in den USA erreichen Höchstwerte

Es fühlt sich an wie ein Déjà-vu: Nach einer Phase der Entspannung breitet sich das Coronavirus in den USA wieder in alarmierendem Masse aus.

Agentur
sda
Donnerstag, 25. Juni 2020, 04:38 Uhr Washington
Die Corona-Pandemie wütet weiter stark in diversen Bundesstaaten der USA. (Archivbild)
Die Corona-Pandemie wütet weiter stark in diversen Bundesstaaten der USA. (Archivbild)
KEYSTONE/AP/Steve Griffin

Das Land verzeichnete am Dienstag mit rund 34'700 neuen Infektionen einen weiteren Höchststand, wie am Mittwoch aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervorging. Es war der höchste Stand seit Ende April und der dritthöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie.

Die einzelnen Bundesstaaten standen dabei ganz unterschiedlich da: Florida (rund 5500), Texas (rund 5500), Arizona (rund 3600) und Kalifornien (rund 7100) vermeldeten beispielsweise neue tägliche Höchststände.

Massiver Ausbruch in Texas

Greg Abbott, Gouverneur von Texas, sprach am Mittwoch im Lokalsender KFDA-TV von einem «massiven Ausbruch» in seinem Bundesstaat. Der führende US-Immunologe Anthony Fauci bezeichnete die Entwicklung mit Blick auf Florida, Texas und Arizona unlängst als beunruhigend.

Auch in South Carolina, Oklahoma oder Nevada liegt das Niveau der täglichen Neuinfektionen deutlich höher als zu früheren Zeitpunkten in der Pandemie. In einigen anderen Bundesstaaten blieben die Infektionen dagegen auf etwa dem gleichen Stand, in anderen nahm es sogar ab.

Im früheren Epizentrum New York starben nach Angaben von Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag 17 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus, noch vor einigen Wochen waren es bis zu 800 pro Tag gewesen.

Strenge Beschränkungen

New York und einige andere Bundesstaaten hatten in der Pandemie strenge Beschränkungen auferlegt und lockern diese derzeit nur langsam. Andere Bundesstaaten - darunter die stark betroffenen Florida und Arizona - hatten dagegen ihre weniger strengen Beschränkungen rasch wieder gelockert.

New York, New Jersey und Connecticut verhängten am Mittwoch eine zweiwöchige Quarantäne für all diejenigen, die aus Bundesstaaten mit stärkerem Infektionsgeschehen einreisen.

Der für November geplante legendäre New York Marathon wurde unterdessen abgesagt. Das Grossereignis - der mit Zehntausenden Teilnehmern nach eigenen Angaben grösste Marathon der Welt - finde in diesem Jahr nicht statt, teilten die Veranstalter mit.

Die USA haben mit mehr als 2,3 Millionen bekannten Corona-Infektionen mehr nachgewiesene Fälle als jedes andere Land der Welt. Mehr als 121'000 Menschen starben infolge einer Covid-19-Erkrankung.

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