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Graubünden hat die Wolfs-App eingeführt

Beobachtungen von Wölfen und anderen Grossraubtieren werden in Graubünden neu auf einer App erfasst und ausgewertet. Dank des neuen Systems können Nutztierhalter rascher vor Grossraubtieren gewarnt werden.

Agentur
sda
Donnerstag, 11. Juni 2020, 09:53 Uhr Chur
Die neue Karte in Graubünden mit den Grossraubtier-Beobachtungen.
Die neue Karte in Graubünden mit den Grossraubtier-Beobachtungen.
Staka

Nach Angaben des Bündner Amtes für Jagd und Fischerei vom Donnerstag erfasst die Wildhut Beobachtungen und Ereignisse mit Wölfen, Bären, Luchsen mit dem Mobiltelefon. Ort, Zeit und Art der Beobachtung gelangen dann auf eine Datenbank des Amtes und werden zentral ausgewertet.

Das neue System ist öffentlich zugänglich. Das Amt für Jagd und Fischerei publiziert auf seiner Webseite eine Karte, auf welcher sämtliche Grossraubtier-Beobachtungen nach Tierart und Zeitpunkt sichtbar sind. Zudem können alle Nutztierrisse seit Anfang Juni auf der Seite abgerufen werden.

Richtiger Zeitpunkt

Das neue System kommt laut Amtsangaben zum richtigen Zeitpunkt. Die Wolfspopulation in Graubünden wachse, und seit dem Monat März seien markant mehr Sichtungen und Vorfälle mit Wölfen registriert worden als in anderen Jahren.

Landwirte meldeten den Behörden mehr als vierzig Ereignisse, bei denen Nutztiere von Wölfen gerissen wurden, 15 Nutztiere aus Herden, die mit Elektrozäunen oder durch Herdenschutzhunde geschützt waren.

Einen Schwerpunkt der Vorfälle bildet die Surselva. wo gleich drei Wolfsrudel regelmässig auftauchen. Die Gesamtzahl der Wölfe im Kanton beläuft sich auf über 30.

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betrift wolf sie schreiben das es den lesern nicht zumut bar sei so schreckliche bilder zu zeigen aber den Bauern ist das zumut bar und hirten in ein par jahren will nimand merz,alp so lang man nicht selber betroffen ist ist es jedem egal und die Entschädigung ist auch nicht so groszügig wie geschrieben wirt zum teil werden sie gar nicht entschädigt weil sie immer einen grund finden um nicht zahlen zu müssen bin selber betroffen