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Das neue System der Glarner Notrufzentrale kommt von der Swisscom

Seit einiger Zeit ist klar: Glarus wird eine neue Kantonale Notrufzentrale bekommen. Die neue Zentrale braucht jedoch auch ein neues Einsatzleitsystem, um die Notfälle zu koordinieren. Den Auftrag für dessen Lieferung hat der Regierungsrat nun an die Swisscom AG Zürich vergeben.

Südostschweiz
Mittwoch, 20. Mai 2020, 14:51 Uhr Auftrag vergeben
Die Kantonale Notrufzentrale in Glarus soll ab 2022 mit einem neuen System arbeiten.
ARCHIV/SYMBOLBILD

Im Reitbahngebäude in Glarus wird die neue Kantonale Notrufzentrale realisiert. Im September des vergangenen Jahres beschloss der Glarner Regierungsrat zudem die Beschaffung eines Einsatzleitsystems (ELS). Wie der Regierungsrat nun mitteilt, wird der Auftrag zu dessen Lieferung an die Swisscom AG in Zürich vergeben. Im Einsatz stehen soll das neue System dann ab 2022.

Ein Einsatzleitsystem ermöglicht den Mitarbeitern der Notrufzentrale neben der Entgegennahme von Notrufen und Alarmen auch die Verwaltung von Echtzeitdaten zu Ressourcen, Einsatzkräften und Einsatzmitteln. Die abgebildeten Prozesse verbessern die Einsatzführung durch vordefinierte Checklisten und Massnahmen, wie es heisst.

Bevor der Regierungsrat der Swisscom AG den Auftrag zusprach, definierte die Kantonspolizei Glarus funktionale und technische Anforderungskriterien, die das neue ELS zwingend erfüllen muss. Besonderes Gewicht kommt dabei laut Mitteilung der Systemintegration zu. Das künftige ELS soll also in die bestehende Infrastruktur eingebettet werden können, wobei vor allem eine fehlerfreie und reibungslose Kommunikation zwischen den verschiedenen Applikationen gewährleistest sein müsse.

Weil der Kanton Glarus auch mit anderen Kantonen zusammenarbeitet, beeinflussten auch die von anderen Kantonen bereits umgesetzten Lösungen den Entscheid über die Auswahl des ELS. Es seien verschiedene Einsatzleitsysteme in bestehenden Einsatzzentralen begutachtet worden, heisst es. Das System Avanti der Swisscom, welches bereits in 15 unterschiedlichen Einsatzzentralen von Polizei, Feuerwehr und Sanität erfolgreich im Einsatz steht, sei aufgrund mehrerer funktionaler Gründe bevorzugt​​ worden:

  • Die Kantonspolizei Glarus könne das ELS technisch problemlos integrieren. Drittanbieter müssten umfangreiche Schnittstellen programmieren oder die Kantonspolizei Glarus müsste ein neues Telefonsystem sowie ein neues Alarmierungssystem beschaffen.
  • Die Nachbarkantone Uri und Schwyz arbeiten mit demselben System, was die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erheblich erleichtere.

(rac)

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