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Dem Virus auf der Spur

Um die Ausbreitung des Coronavirus unter Kontrolle zu halten, setzt auch Graubünden wieder auf Contact Tracing.

Südostschweiz
Montag, 18. Mai 2020, 04:30 Uhr Contact Tracing in Graubünden
Auch in Graubünden laufen Arbeiten bezüglich Contact Tracing.
KEYSTONE

Ein Team des Bündner Gesundheitsamts – unterstützt durch medizinisches Fachpersonal und Angehörige des Zivilschutzes – hat Anfang vergangener Woche die Arbeit bezüglich Contact Tracing wieder aufgenommen. Dies schreibt das Gesundheitsamt in einer Medienmitteilung. Ziel sei es, Infektionsketten zu unterbrechen, indem die Erkrankten und deren Kontaktpersonen erfasst und in Isolation (Erkrankte) beziehungsweise Quarantäne (Kontaktpersonen) gesetzt werden.

Um die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle zu halten, werden Personen mit Covid-19-Symptomen gemäss den Vorgaben des Bundes getestet. Sei der Test positiv, würden die Personen isoliert sowie deren Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt, heisst es. Jede Neuinfektion wird zurückverfolgt, und die Kontaktpersonen werden ermittelt. Diese Aufgabe wird vom Covid-Care-Team wahrgenommen. Es besteht aktuell aus sechs Personen, kann bei Bedarf aber erweitert werden.

Tägliche Kontaktaufnahme

Bei erkrankten Personen in Isolation und Kontaktpersonen unter Quarantäne erfolgt eine tägliche telefonische Kontaktaufnahme – ausser an den Wochenenden – durch das Covid-Care-Team oder den Hausarzt. Den Kontaktpersonen werden Fragen zu ihrem Gesundheitszustand gestellt, um Infektionsfälle möglichst früh zu erkennen. Für die effiziente Betreuung der Patienten sowie deren Kontaktpersonen wurde eine spezifische Software entwickelt, die im Laufe der vergangenen Woche getestet wurde und heute implementiert wird. Die «Covid Care App Graubünden» erfülle die hohen Datenschutzanforderungen und gewähre eine hohe technische Sicherheit, betont das Gesundheitsamt.

App als Alternative

Für die Entwicklung der Plattform werden 50'000 Franken investiert. Die laufenden Kosten für den Betrieb werden laut Mitteilung auf monatlich 6000 Franken geschätzt. Die App könne eingesetzt werden als Alternative zur telefonischen Betreuung. Sie fragt täglich mittels Pushmitteilung die Gesundheitsdaten der betroffenen Personen ab und meldet diese dem Gesundheitsamt Graubünden. Die App verfügt aber über keine Trackingfunktion.

Der Bund bietet der Bevölkerung die Swiss PT-App an. Die Verwendung dieser App ist freiwillig und soll kostenlos zur Verfügung stehen. Diese App warnt respektive benachrichtigt Personen, die mit Leuten Kontakt standen, welche sich mit dem Virus infizierten. (red)

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