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Regierungsrat beantragt Geld für Tektonikarena-Besucher

Die Besucherinfrastruktur der Tektonikarena Sardona soll angepasst werden. Dafür beantragt der Glarner Regierungsrat dem Landrat ein Verpflichtungskredit von 635'000 Franken über vier Jahre. Die Gemeinden sollen sich ebenfalls an den Kosten beteiligen.

Südostschweiz
Freitag, 15. Mai 2020, 13:18 Uhr Anpassungen der Besucherinfrastruktur
In die Jahre gekommen: Tektonik-Ausstellung in Elm soll modernisiert werden.
PRESSEBILD

In Elm und Glarus gibt es seit 2012 Besucherinfrastrukturen für die Tektonikarena Sardona. In ihnen finden sich unter anderem eine Ausstellung und betreute Informationsstellen. Ende 2019 sind nun die Verträge über die Leistungsvereinbarung über den Betrieb der beiden Standorte ausgelaufen, wie die Staatskanzlei Glarus mitteilt. Ausserdem sollen die Standorte angepasst werden. Der Glarner Regierungsrat beantragt dafür dem Landrat einen Verpflichtungskredit von 635'000 Franken für die Jahre 2020 bis 2024.

Im alten Schulhaus in Elm befindet sich eine nicht ständig betreute Ausstellung, die jeden Tag geöffnet ist. Der Betrieb wird durch die Ferienregion Elm sichergestellt. Im Bahnhof Glarus befindet sich in den Räumen des Naturzentrums Glarnerland eine betreute Informationsstelle mit einer kleinen Ausstellungsfläche. Das Naturzentrum betreut die Ausstellung und erteilt den Besuchern Auskünfte über das Weltnaturerbe. Die fachliche und inhaltliche Koordination wird durch die IG Welterbe Tektonikarena Sardona gewährleistet.

Anpassungen nötig

Die beiden Ausstellungen in Elm und Glarus wurden als Provisorien für eine Dauer von drei bis fünf Jahren konzipiert, wie es weiter heisst. Die Geräte sind am Ende ihrer Lebensdauer angelangt, die Art der Präsentation ist nicht mehr zeitgemäss und die Inhalte müssen erneuert werden.

In Elm sei im Zusammenhang mit der Positionierung der Ferienregion eine Anpassung der Ausstellung notwendig, heisst es. Aus Sicht der Ferienregion stelle das Besucherzentrum in Elm insbesondere wegen der langen Öffnungszeiten und als Schlechtwetterangebot einen wichtigen Pfeiler des touristischen Angebots dar.

Die Ausstellung über die Tektonikarena Sardona ist mit dem Naturzentrum innerhalb des Bahnhofgebäudes in Glarus umgezogen. Die Ausstellung muss deshalb neu gestaltet werden, wie die Staatskanzlei schreibt. Die jetzige Ausstellung passt nicht mehr in die neuen Räumlichkeiten. Gemäss Naturzentrum Glarnerland wird die Ausstellung von jährlich rund 4000 Personen besucht. Bei der Neugestaltung sollen vermehrt spielerische Elemente eingesetzt werden, die das Weltnaturerbe mit dem Naturzentrum verknüpfen.

Finanzierung zusammen mit den Gemeinden

Der Kreditantrag des Regierungsrats steht unter dem Vorbehalt, dass sich die Gemeinden mit 40 Prozent an den Kosten beteiligen. Bei einer Beteiligung der drei Gemeinden von – wie bisher – 40 Prozent, beziehungsweise 254'000 Franken, beträgt der Kostenanteil pro Gemeinde und Jahr in den nächsten fünf Jahren rund 16'900 Franken, wie es heisst. Der Kantonsanteil beträgt in diesem Fall (netto) 381'000 Franken bzw. 76'200 Franken pro Jahr. Der Verpflichtungskredit von 635'000 Franken fällt in die Finanzkompetenz des Landrates. (rac)

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