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Glarnerland will «Alles-unter-einem-Dach»

In Glarus will man die sozialen Dienste, die aktuell auf drei Standorte verteilt sind, auf einen oder maximal zwei Standorte zusammenlegen. Die Landsgemeinde hat aber auch noch ein Wort mitzureden.

Südostschweiz
Donnerstag, 23. April 2020, 08:33 Uhr Soziale Dienste werden zusammengelegt
Soziale Dienste Stützpunkt Mitte.
Eine Zusammenlegung der sozialen Dienste hätte mehr Vor- als Nachteile, heisst es.
Sasi Subramaniam

Der Kanton Glarus hat an der Landsgemeinde 2006 eine Kantonalisierung des Sozial- und Vormundschaftswesens beschlossen. In den Folgejahren wurde diese umgesetzt. Zwischen 2014 und 2018 wurden dann weitere organisatorische Anpassungen vorgenommen. Vergangenes Jahr hat man die Abteilung Soziale Dienste mit ihren gut 40 Mitarbeitenden und 10 Fachbereichen einer Organisationsanalyse unterzogen. Eine Beratungsfirma nahm dabei eine Standortbestimmung vor, mit der die Grundlagen einer Weiterentwicklung geschaffen werden sollten. 

Nun ist klar: Die Zusammenlegung der drei Standorte in Schwanden, Glarus und Näfels würde viele Vorteile mit sich bringen. Wie der Kanton Glarus in einer Mitteilung schreibt, befürworte auch das Departement Volkswirtschaft und Inneres die Strategie «Alles-unter-einem-Dach» der Abteilung Soziale Dienste. Damit sollen die sozialen Dienste von aussen vermehrt einheitlich wahrgenommen werden.

Standort noch unklar

In einem nächsten Schritt müsse noch ein Standort gefunden werden, heisst es weiter. Einerseits müssen organisatorische Fragen noch vertiefter abgeklärt werden, andererseits werde die Raumfrage in Zusammenarbeit mit dem Departement Bau und Umwelt geprüft. In Frage kommen Varianten mit einem oder zwei Standorten. Eine Zusammenführung der drei Stützpunkte erfordere eine Änderung des Sozialhilfegesetzes, die der Landsgemeinde 2022 unterbreitet werden solle. (mma)

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