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Graubünden und Tessin arbeiten in der Krise zusammen

Am Montag trafen sich Bündner und Tessiner Regierungsräte in Bellinzona, um einander über die Lage rund um das Coronavirus zu informieren. Die Vertreter der beiden Kantone versprachen sich gegenseitige Hilfe im Gesundheitswesen und formulierten einen Appell an Touristen und Zweitwohnungsbesitzer. Auch Bundesrat Ignazio Cassis war anwesend.

Südostschweiz
31.03.20 - 15:04 Uhr
Politik

Regierungspräsident Christian Rathgeb und Regierungsrat Peter Peyer reisten am Montag nach Bellinzona, um dort mit den Tessiner Regierungsräten Raffaele de Rosa und Norman Gobbi sowie Regierungspräsident Christian Vitta die gemeinsame Bekämpfung des Coronavirus zu koordinieren. Auch Bundesrat Ignazio Cassis war bei dem Treffen dabei.

Im Moment seien beide Kantone noch in der Lage, die Gesundheitsversorgung für die eigene Bevölkerung selbst sicherzustellen, heisst es in einer Mitteilung. Sollte es aber zu Engpässen kommen, würden sich die Kantone gegenseitig unterstützen, indem sie einander Fachpersonal zur Verfügung stellten. Ebenso sollen künftig auch Patientenverlegungen zwischen beiden Kantonen stattfinden können.

An Ostern nicht in den Süden reisen

Die Regierungen beider Kantone sind sich einig, dass Zweitwohnungsbesitzer und Touristen besonders an Ostern ihre Mobilität einschränken und nicht in ihre Ferienwohnungen reisen sollten. Weiter bitten sie die Bevölkerung in ihrem Aufruf, die Anordnungen der Behörden weiterhin zu befolgen – also die Hygienemassnahmen einzuhalten, Abstand zu halten und so weit wie möglich zu Hause zu bleiben.

Fachlicher Austausch und besonderen Dank ans Gesundheitspersonal

Im Rahmen des Treffens tauschten sich auch die Leiter der Kantonalen Führungsstäbe sowie die Kantonsärzte aus. Diese überwachen die Lage in ihren Kantonen laufend.

Beide Regierungen unterliessen es nicht, jenen Menschen zu danken, die derzeit mit viel Engagement der Bevölkerung helfen und sie unterstützen, und bedankten sich insbesondere beim Gesundheitspersonal. Die aktuelle Situation werde noch einige Zeit andauern und weitere Herausforderungen mit sich bringen, heisst es in der Mitteilung weiter. (sz)

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