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Bundesrat beschränkt Ausfuhr von Schutzausrüstung

Medizinische Schutzausrüstung darf ab Donnerstag nur noch mit Bewilligung aus der Schweiz ausgeführt werden. Das hat der Bundesrat beschlossen. Eine Ausnahme gilt für EU- und Efta-Staaten - sofern diese Gegenrecht gewähren.

Agentur
sda
Mittwoch, 25. März 2020, 16:38 Uhr Bern
Im Kampf gegen das Coronavirus benötigt das medizinische Personal dringend Schutzausrüstung. Der Bundesrat hat nun die Exporte aus der Schweiz beschränkt. Gleichzeitig startet die einheimische Produktion von Schutzmasken. (Archivbild)
Im Kampf gegen das Coronavirus benötigt das medizinische Personal dringend Schutzausrüstung. Der Bundesrat hat nun die Exporte aus der Schweiz beschränkt. Gleichzeitig startet die einheimische Produktion von Schutzmasken. (Archivbild)
KEYSTONE/Alessandro Crinari

Wegen der raschen Ausbreitung des Coronavirus habe der Bedarf an Schutzausrüstung in der Schweiz drastisch zugenommen, schreibt der Bundesrat in einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Verfügbarkeit von Masken, Untersuchungshandschuhen, Schutzbrillen, Überwürfen und weiterem Material sei unabdingbar, um die weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Bewilligungspflicht deckt sich nach Angaben des Bundesrats weitgehend mit jener der EU. Diese hat die Efta-Staaten von ihrer Ausfuhrbewilligungspflicht ausgenommen. Der Bundesrat hat für diese Länder nun ebenfalls eine Ausnahme eingeführt, soweit diese Länder auch die Schweiz von einer entsprechenden Bewilligungspflicht ausnehmen.

Wirtschaftsminister Guy Parmelin erklärte vor den Medien in Bern, das sei das Mindeste, um die Belieferung der Schweiz mit diesem Material einigermassen sicherzustellen. Zwar gebe es die Anweisung der EU, die Sendungen freizugeben. Offenbar existierten jedoch noch «administrative Blockaden».

Er habe am Dienstag ein Telefonat geführt mit einer Vertretung in einem Nachbarland und diese Person inständig um Solidarität gebeten, um die Sache zu beschleunigen. Auf die Frage respektive Bemerkung einer Journalistin, die Schweiz habe zum Beispiel ja auch Infizierte aus Frankreich aufgenommen und sich solidarisch gezeigt, meinte Parmelin, das zeige eventuell, dass die Schweiz europäischer denke als das eine oder andere EU-Land selber.

Produktion von Masken läuft an

Die Schweiz kann laut Daniel Koch, Leiter Übertragbare Krankheiten des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), umgehend mit der Produktion von Schutzmasken starten. Die Maschinen dafür seien vorhanden. Er habe davon gehört, dass so täglich rund 40'000 Masken im eigenen Land produziert werden könnten. Laut Parmelin laufen Bemühungen, dass die Schweiz auch in anderen Bereichen mehr selber produzieren kann.

Die Schweizer Behörden kämpfen seit Wochen um die Freigabe von Lieferungen mit Schutzausrüstung, die in den Nachbarländern blockiert sind. Die EU hat diese zwar angewiesen, die Sendungen freizugeben. Trotzdem sind nach wie vor Lieferungen mit dringend benötigter Schutzausrüstung in Frankreich und Deutschland blockiert.

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Sehr gut, dass wir das selber produzieren können. Die Qualität ist sicher auch viel besser. Das muss in Zukunft so bleiben, damit wir wieder viel unabhängiger werden.
Die EU ist für mich unglaubwürdig und somit ist auch ein Rahmenvertrag nicht angebracht!