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Bund prüft «Krisenfenster»

Mit einem Point de Presse hat sich die Bündner Regierung am Montagnachmittag aus San Bernardino an die Bevölkerung gewendet. Die Regierung versteht die Sorgen der Region Moesa über die Weiterverbreitung des Coronavirus in ihren Tälern.

Südostschweiz
Montag, 23. März 2020, 18:51 Uhr Coronakrise
Coronavirus Graubünden Medienkonferenz MK Virus
Am 27.2.2020 sind zwei Fälle des Coronavirus in Graubünden bestätigt worden. Aus diesem Anlass fand am 27.2.2020 eine Medienkonferenz des Kantons Graubünden in Chur statt. Informiert haben Marina Jamnicki Kantonsärztin, Rudolf Leuthold, Leiter Gesundheits
OLIVIA AEBLI-ITEM

    Fallzahlen 23.03.2020
    Bestätigte Fälle: 266
    Personen in Spitalpflege: 27
    Verstorbene Personen: 6 

    14 Grossräte und Gemeindepräsidenten der Region Moesa trafen am Montag in San Bernardino mit den Regierungsräten Peter Peyer und Marcus Caduff, sowie dem Chef des Kantonalen Führungsstabes, Martin Bühler zu einem Austausch zusammen. Die Vertreter des Kantons unterstrichen laut einer Mitteilung die Bedeutung einer zentralen Führung der Massnahmen gegen das Coronavirus durch den Bund. Dieser hatte unmissverständlich erklärt, dass kantonale Massnahmen, die den gültigen Verfügungen des Bundes widersprechen, nicht möglich seien.

    Die regionalen Vertreter lobten die Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden und bestätigten, dass bis auf die Forderung nach der Schliessung der Baustellen bisher lokale Regelungen für die Moesa umgesetzt werden konnten. Der Kanton sei auch weiterhin zu solchen regionalen Ausnahmen bereit, unterstrich Regierungsrat Caduff, sofern sie nicht gegen die Vorschriften des Bundes verstossen. Graubünden nahm heute zur Kenntnis, dass der Bund die Schaffung regionaler «Krisenfenster» prüft.

    Besondere Situation

    Die Region Moesa sei nicht allein, unterstrich Regierungsrat Peter Peyer. Der Kanton setze alles daran, die Massnahmen des Bundes so umzusetzen, dass sie auch im Süden des Kantons einen wirksamen Schutz vor der weiteren Verbreitung des Virus ermöglichen. Dabei befänden sich die Region Moesa, das Bergell, das Puschlav, das Münstertal und das Engadin in besonderen Situationen. Die Kommunikationsarbeit in Italienischer Sprache werde weiter verstärkt, um die Bevölkerung im Grigioni Italiano noch besser zu erreichen. Weiter bestätigte Peyer, dass die Spitalversorgung für die Region Moesa bei Bedarf auch durch das Spital Thusis und das Kantonsspital in Chur gewährleistet sei, falls die derzeit mitgenutzten Kapazitäten im Tessin nicht mehr ausreichend wären.

    Die Delegation reist deshalb am Dienstag nach Pontresina, wo sie Vertreterinnen und Vertreter des Engadins und der weiteren Südtäler trifft. Die Vertreter der Moesa unterstrichen zum Schluss des Zusammentreffens ihr Vertrauen in die Regierung und die zahlreichen gemeinsamen Positionen. Man erwarte nun vom Bundesrat, dass er die künftige Situation antizipiere und nicht mit Zeitverzug reagiere.

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    Rundbrief (datiert 20.3.) der Stadt Chur an die Churer*innen:
    «Die Stadt Chur arbeitet zurzeit mit Hochdruck an einem Lieferdienst für gefährdete Personen.»
    Die Meldung, Risikogruppen sollten Hausquarantäne befolgen besteht zwar schon einiges länger. Zudem berichten die Medien, Hamsterkäufe seien unsolidarisch, es gebe keine Warenengpässe.
    Auch dies nicht ganz nachvollziehbar, wenn man beaugenscheint (übrigens: ein aussterbenbedrohtes Wort ist Augenstern, ich finde es ein Kleinod http://www.edimuster.ch/sprache/neudeutsch.htm ), wie die Regale in den Lebensmittelläden Chur gefüllt sind, und gerade vorhin teilte mir eine Frau die es bei der Migros Online versuchte (www.leshop.ch), mit, dort sei der nächstmögliche Termin 6. April.
    Thema Ausgangssperre:
    https://mailchi.mp/zeitpunkt/der-stimmkraftverstrker-2885773?e=ceb39df4…

    Ich verstehe das die Baustellen offenbleiben müssen. Ich verstehe aber nicht das nicht ganz klare Regeln aufgestellt werden. Nicht mehr als 5 Leute. - kein Aushelfen unter den verschiedenen Teams. – alle Mit separatem WC, Desinfektionsmittel und separatem Essraum. Die Eventtechniker habe nichts zu tun jetzt. Die überflüssigen Arbeiter. Kurzarbeit. Wer es nicht einhält Baustelle zu!!!!
    P.S: durch das Schlissen der Resteurans verschlechterten sich die Hygienebedingungen enorm.