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Besuch bei Bundespräsidentin ausgefallen

Es hat zu wenig Stadt- und Gemeindepräsidentinnen. Um dies aufzuzeigen, hatte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die Frauen nach Bern eingeladen. Neun Bündner Politikerinnen wären dabei gewesen.

Pierina
Hassler
Montag, 09. März 2020, 04:30 Uhr Coronavirus
BT Stammtisch Fusion Haldenstein Chur
Die Haldensteiner (Noch)-Gemeindepräsidentin Gerda Wissmeier.
OLIVIA AEBLI-ITEM

In Graubünden gibt es aktuell elf Gemeindepräsidentinnen. Es waren aber auch schon viel mehr. Marianne Flury, Gemeindepräsidentin von Fideris, sagt: «Vor etwa acht Jahren hatte unser Kanton fast 40 Gemeindepräsidentinnen.» Es habe sogar eine Gemeindepräsidentinnenkonferenz gegeben. Inzwischen hätten aber viele Gemeinden fusioniert, «und der Frauenanteil ist massiv zurückgegangen». Flury ist eine von neun Frauen, die gestern nach Bern gefahren wären.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hatte nämlich am Internationale Frauentag alle Schweizer Stadt- und Gemeindepräsidentinnen nach Bern eingeladen. Es sollte ein ganz besonderer Tag werden. Die Politikerinnen hätten sich ausgetauscht, spannende Workshops besucht und unter anderem natürlich auch über den Mangel an Frauen in den Gemeindepräsidien diskutiert. Das Coronavirus hat dem gestrigen Besuch aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Verschoben ist aber nicht aufgehoben. Sommaruga teilte den Frauen mit, der Anlass werde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Die «Südostschweiz» hätte die Frauen begleitet und darüber berichtet. Statt den abgesagten Anlass einfach zu ignorieren, haben wir die Frauen gebeten, zu sagen, was sie bei Sommaruga gerne losgeworden wären. Die Antworten sind so interessant wie unterschiedlich. Nicht mitgefahren wären die Haldensteiner (Noch)-Gemeindepräsidentin Gerda Wissmeier-Gasser und Cornelia Roffler-Jossen, Gemeindepräsidentin von Furna.

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