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Platzprobleme bereiten dem Stadtrat Kopfzerbrechen

Das Haus zum Arcas beschäftigt den Stadtrat bereits seit Längerem. Zuerst ging es um die Frage, wer in das Haus einziehen soll. Jetzt geht es um die Frage, ob die Auserwählten auch wirklich in das Haus einziehen möchten. Platzprobleme könnten dem Plan noch einmal einen Strich durch die Rechnung machen.

Bettina
Cadotsch
Mittwoch, 12. Februar 2020, 04:30 Uhr Akte Haus zum Arcas
Wer zieht in das Haus zum Arcas ein? Unter Dach und Fach ist diese Entscheidung doch noch nicht.
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Im August 2018 ist die Volksbibliothek im ehemaligen Postgebäude eingezogen. Seit ihrem Auszug aus dem Haus zum Arcas musste für das Gebäude eine neue Nutzung gefunden werden. Diese wurde nach einem öffentlichen Ideen-Wettbewerb auch gefunden. Der Stadtrat hat den Zuschlag für den Bezug des Gebäudes zwei Parteien erteilt. Einerseits soll das «Haus der Chöre» im Erd- und Obergeschoss einziehen, andererseits soll das Kinder- und Jugendtheater Zapperlot im Dachgeschoss seinen Platz bekommen. Die Altstadtliegenschaft weist allerdings dringenden Sanierungsbedarf in der Höhe von ca. 2,5 Millionen Franken auf. Deshalb muss vorher noch umgebaut werden.

Urs Marti bestätigt auf Anfrage von «suedostschweiz.ch», dass sämtliche Vorstudien zum Umbau mittlerweile abgeschlossen seien und man die Baueingabe einreichen könne. «Wir hoffen, dass wir nach den Sommerferien mit den Bauarbeiten beginnen können. Der Innenausbau soll möglichst flexibel sein, damit man auf verschiedene Bedürfnisse eingehen kann», so Marti. Eine grosse Herausforderung sei es, den Kostenvorschlag in Höhe von 2,5 Millionen Franken einzuhalten. «Wir müssen schauen, ob wir alle Wünsche erfüllen können».

Das Stichwort Wunsch führt gleich zur weiteren grossen Herausforderung. Die Wunschvorstellungen des «Haus der Chöre» können nämlich nicht eingehalten werden. Für das «Haus der Chöre» seien zwei Stockwerke zu wenig. «Das hat zu Kopfzerbrechen geführt», gibt Urs Marti zu. Auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» bestätigt Christian Klucker vom Haus der Chöre, dass ihr Konzept von Anfang an drei Stockwerke vorgesehen habe. «Das ist grundsätzlich schon länger klar, jetzt liegen jedoch die konkreten Umbaupläne und Zahlen vor. Daher müssen wir prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, es trotzdem umzusetzen. Vielleicht müssen wir unsere Idee auch beerdigen». Parallel zur Baueingabe laufen also noch Absprachen zwischen dem Stadtrat und dem «Haus der Chöre». Urs Marti meint zur Situation, dass das «Haus der Chöre» das freie Gebäude womöglich nur als Startlokalität nutzen werde. «Früher oder später wird das «Haus der Chöre» nach grösseren Räumen rufen», so Marti. Man hoffe sehr, dass man mit den beiden Parteien starten könne, wenn nicht, gebe es aber bestimmt andere Möglichkeiten. Das sei auch ein Grund, weshalb die Sanierung des alten Gebäudes möglichst flexibel vollzogen werde.

Zurück zum Umbau: Dieser wird vor allem aufgrund der hohen Auflagen intensiv, wie Urs Marti erklärt. Die ganze Erschliessung mit Lift, Treppe, Fluchtweg und Schallschutzfähigkeit ist bei einem Gebäude, das öffentlich genutzt wird, an höhere Auflagen gebunden. «Wäre es ein einfaches Büro, wäre das nicht so», sagt Marti. Ausserdem müsse man beim Umbau eines alten Gebäudes auch immer auf unvorhergesehene Sachen vorbereitet sein.

Die Altstadtliegenschaft wurde letztmals im Jahr 1974 renoviert und ist sehr sanierungsbedürftig. Wenn alles nach Plan läuft, sollte das Haus zum Arcas im Herbst 2021 fertig sein. (can)

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