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Im Sommer wird die Mitlödner Linthbrücke ersetzt

Die Linthbrücke an der Soolerstrasse in Mitlödi muss ersetzt werden, weil sie in schlechtem Zustand und nicht hochwassersicher ist. Nun hat der Regierungsrat das Projekt für die neue Brücke genehmigt. Was die Benutzer davon haben.

Fridolin
Rast
Mittwoch, 22. Januar 2020, 04:30 Uhr Wieder sicher
Elegant trotz mehr Breite: Der Kanton plant in Mitlödi eine schlanke Stahlbogenbrücke mit Fussgängerweg.
VISUALISIERUNG RUNGE AG

Der Regierungsrat hat gestern das Projekt für eine neue Linthbrücke in Mitlödi genehmigt. Sie soll 4,2 Millionen Franken kosten, die Arbeiten inbegriffen, die es an der Kantonsstrasse nach Sool braucht. Gebaut wird ab Juli und voraussichtlich bis Ende 2021. Der Verkehr von und nach Ennetlinth und Sool wird während dieser Zeit über eine Hilfsbrücke geführt.

Breiter und stärker

Gebaut wird eine neue Stahlbogenbrücke, die auch auf neuen Widerlagern zu stehen kommt. Die Brücke ist so breit geplant, dass ein Lastwagen und ein Personenwagen auf der Brücke kreuzen können. Das neue Bauwerk ist nach den aktuellen Normen dimensioniert und trägt damit auch 40-Tonnen-Lasten, wie Christof Kamm, Leiter Tiefbau beim Kanton, auf Anfrage erklärt.

Für Fussgängerinnen und Fussgänger wird an der Seite gegen Schwanden ein zwei Meter breites Trottoir gebaut. Für das Projekt muss der Kanton auch 315 Quadratmeter Land kaufen, wie es weiter heisst.

... und sicher bei Hochwasser

«Das neue Brückentragsystem ermöglicht eine schlanke Konstruktion, welche die Hochwassersicherheit gewährleistet und sich optimal ins Landschaftsbild einfügt», schreibt der Regierungsrat. Die Brücke liege höher und sei stärker gekrümmt, sagt Kamm dazu. In der Brückenmitte liege die Unterseite rund 80 Zentimeter höher als bei der alten Konstruktion. Und diese Untersicht werde strömungsgünstig gestaltet: «Ohne vorstehende Kanten oder Ecken, an denen Treibholz anstehen und zu einer Verklausung führen könnte.»

Die einspurige Stahlbogenbrücke von 1940, über welche die Kantonsstrasse nach Sool heute führt, sei in einem schlechten Zustand, erinnert der Regierungsrat in seiner Mitteilung: «Sie muss ersetzt werden.»

Mit dem Hochwasser-Durchfluss, der heute möglich ist, sei sie aber auch nicht hochwassersicher. Sprich: Sie könnte bei einem starken Hochwasser überflutet werden oder gar die Linth stauen, besonders wenn sich mitgeschwemmte Bäume an der Brücke verkeilen.

Baumeister noch nicht bestimmt

Geplant wird die neue Linthbrücke durch das Ingenieurbüro Runge AG in Glarus. Es hat nach Angaben auf seiner Website auch etwa die Sanierung der Walenbrücke beim Schiessplatz Wichlen/Elm oder den Ersatz der Durnagelbrücken an der Kantonsstrasse zwischen Rüti und Elm geplant.

Die Baufirma, welche die Baumeisterarbeiten machen wird, ist laut Kamm noch nicht bekannt. Laut Kantonsingenieur Kamm wird der Auftrag dafür im nächsten Monat öffentlich ausgeschrieben.

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