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Kopfgeld auf Trump beschäftigt auch die Bündner

Kommt Donald Trump oder kommt er nicht ans 50. Weltwirtschaftsforum nach Davos? Diese Frage beschäftigt die Sicherheitsverantwortlichen seit Tagen. Nach der Aussetzung eines Kopfgeldes auf den US-Präsidenten aber mehr denn je. Derweil hat die Armee ihren Einsatz begonnen.

Südostschweiz
Freitag, 10. Januar 2020, 16:04 Uhr Sicherheit am WEF

Das iranische Staatsfernsehen hat bei der Übertragung der Beerdigung des getöteten Generals ein Kopfgeld von 80 Millionen Dollar auf Donald Trump ausgesetzt. Der US-Präsident plant nach 2018 einen erneuten Besuch am Weltwirtschaftsforum in Davos, das übernächste Woche startet. Laut dem Bericht bat einer der Organisatoren der Beerdigung jeden der 80 Millionen Iraner um eine Spende von einem US-Dollar, damit die Summe zusammenkomme.

Da stellt sich die Frage nach Trumps Sicherheit in Davos. Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, sagte am Freitag auf Anfrage von Radio Südostschweiz, dass das Bundesamt für Polizei aufgrund einer Gefährdungsanalyse die Sicherheitsmassnahmen für völkerrechtlich geschützte Personen festlegt. Die Kantonspolizei setze diese zusammen mit ihren Partnern um. Wie sich die Krise zwischen dem Iran und den USA auf die Sicherheitsmassnahmen am WEF auswirke, dazu macht die Kantonspolizei laut Walser keine Angaben. «Die Sicherheitsmassnahmen werden der aktuellen Lage angepasst und wir setzen alles daran, dass jeder Staatsgast empfangen werden, und sich in Davos aufhalten kann.

 

Armee beginnt Einsatz

Inzwischen hat auch der Einsatz der Armee vor dem 50. WEF begonnen: Armeeangehörige haben die Arbeiten zugunsten des Kantons Graubünden aufgenommen. Die Luftwaffe habe die Überwachung des Luftraums verstärkt, teilte das Verteidigungsdepartement am Freitag mit. Für Sicherheit im Luftraum über Davos sorgten Radars, einsatzbereite Kampfjets und bodengestützte Luftverteidigung. Während der Konferenzzeiten werden permanent bewaffnete Kampfjets patrouillieren.

Das WEF findet vom 21. bis 24. Januar statt. Vom 20. bis am 25. Januar wird der Flugverkehr im Raum Davos durchgehend eingeschränkt, alle Flüge sind bewilligungspflichtig. WEF-Besucher können auch dieses Jahr in Dübendorf landen und nach Personenkontrollen mit privaten Helikoptern oder auf dem Landweg nach Davos weiterreisen.

Für den Assistenzdienst der Armee hat das Parlament eine Obergrenze von 5000 Armeeangehörigen festgelegt. Nur ein Teil davon kommt in Davos zum Einsatz. Andere Teile schützen Infrastruktureinrichtungen ausserhalb von Davos und erbringen Leistungen in Logistik und Führungsunterstützung.

Die Einsatzverantwortung liegt bei den zivilen Behörden des Kantons Graubünden. Ausgenommen ist die Wahrung der Lufthoheit, ein Auftrag der Luftwaffe. Gesamteinsatzleiter ist der Kommandant der Kantonspolizei Graubünden, Walter Schlegel. Der Chef Kommando Operationen, Aldo Schellenberg, führt den Einsatz der Militärformationen. (so/sda)

Soll Trump ans WEF kommen?

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Oje, dass die SO hier des US-PR-Ryan Fournier Behauptung "act of war" abbildet.
Märchenstunde für Mainstreamshoppingconsumers?
USA, selbsternanntes "Gods Own Country" der "Auserwählten" und "Wanted and Reward"-Steckbriefe, der Morde ohne Ende, weltweit. Die Native Americans waren nur der Anfang, der Rest seither und demnächst full spectrum dominance in diesem Theater.
Nahost-Experte Michael Lüders über den US-Mord an General Soleimani und anderen, die von Baghdad eingeladen wurden (quasi wie Trump von der Schweiz):
https://www.youtube.com/watch?v=uxDfcUQZu6o#t=42s
MOAB
https://www.youtube.com/watch?v=H1GQ2ybiiTQ
US-In-Vivo-Forschung:
https://www.youtube.com/watch?v=nHRCzeLc3K8
US-Madeleine Albright:
https://www.youtube.com/watch?v=RM0uvgHKZe8