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Kesb Region Zürichsee-Linth erhält eine neue Präsidentin

Barbara Eastwood heisst die neue Präsidentin der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb). Sie löst per 1. Februar 2020 Barbara Friberg an der Spitze der Kesb ab. Friberg gehe auf eigenen Wunsch, was nicht stimmt.

Urs
Schnider
Donnerstag, 28. November 2019, 18:07 Uhr Wechsel mit Nebengeräuschen
Wechsel an der Spitze: Die Kesb erhält eine neue Chefin.
ARCHIVBILD

Da weiss offenbar die rechte Hand nicht, was die linke tut. In der Medienmitteilung der Region Züichsee-Linth (RZL) heisst es, Barbara Friberg, Präsidentin ad interim der Kesb, «verlasse diese auf eigenen Wunsch». Nachfragen seien an Marcel Benz, Verwaltungsratspräsident des Zweckverbandes Kindes- und Erwachsenenschutz, zu richten. Allein: Die auf der Medienmitteilung angegebene Telefonnummer ist falsch und bei der Gemeinde Weesen, die Benz präsidiert, hiess es, dieser sei erst am Montag wieder erreichbar. Als die «Linth-Zeitung» ihn doch erreicht, ergibt sich ein anderes Bild. Benz sagt auf die Frage, warum Friberg die Kesb verlasse, sie hätte sich für die Stelle beworben, man habe sich aber für Eastwood entschieden.
Die Neue ist Kesb-Chefin in Uri
Unabhängig von dieser Kommunikationspanne ist der Mitteilung zu entnehmen, dass die im Oktober vom Verwaltungsrat des Zweckverbandes ernannte Barbara Eastwood über einen Abschluss in Rechtswissenschaften der Universität Basel verfüge. Auch habe sie eine Ausbildung als Sozialarbeiterin absolviert. «Beruflich hat sie seit dem 1. Januar 2013 das Präsidium der Kesb des Kantons Uri inne», schreibt die RZL weiter. Sie habe diese Behörde seit der Einführung des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechtes «aufgebaut, geleitet und weiterentwickelt». Eastwood freue sich, «ihre Führungserfahrung und ihre Fachkompetenzen in den neu gegründeten Zweckverband einzubringen. Sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team der Kesb Linth, welches ab dem 1. Januar 2020 unter dem Namen Kesb Region Zürichsee-Linth für die Bevölkerung der zehn See-Gaster-Gemeinden tätig sein wird.
Die neue Organisationsform wurde eingeführt, um eine breitere Abstützung und mehr Mitsprachemöglichkeiten für die Gemeinden zu erreichen, wie die RZL im Februar mitteilte. Dies im Nachgang um die Querelen mit dem damaligen Kesb-Chef Walter Grob, der im Oktober 2018 per sofort freigestellt wurde (die «Linth-Zeitung» berichtete mehrfach).
Im gestrigen Schreiben bedankt sich der Verwaltungsrat des Zweckverbandes Kindes- und Erwachsenenschutz bei Friberg «für das grosse Engagement als Präsidentin der Kesb Linth». Friberg selber wollte sich auf Anfrage weder zu ihrem Abgang noch zur widersprüchlichen Kommunikation äussern. Sie sagte lediglich: «Das müssen Sie mit Herrn Benz klären.»

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