×

Bauern obsiegen in Glarus Süd

Bei der Nutzungsplanung will Glarus Süd vorwärtsmachen. Die Gewässerraumfrage wird separat behandelt.

Claudia
Kock Marti
Sonntag, 24. November 2019, 04:30 Uhr Gewässerraumfrage

Eine deutliche Mehrheit der 470 Stimmberechtigten hat gestern in Schwanden den vom Gemeinderat unterstützten Antrag der Bauerngruppe angenommen. Die Revision des Nutzungsplans von Glarus Süd wird somit entflochten. Damit können vor allem der Zonenplan und das Baureglement von Glarus Süd losgelöst von der umstrittenen Gewässerraumausscheidung und den Biotopstandorten ausserhalb der Bauzone behandelt werden. Die Stimmen mussten nicht einmal gezählt werden. Gemeindepräsident Mathias Vögeli hatte zuvor erklärt, dass der Antrag der Bauern aus Sicht des Gemeinderates zulässig und der einzige Weg sei, in nützlicher Frist eine genehmigte Nutzungsplanung zu erhalten.

Der Antrag, nicht auf das Geschäft einzutreten, blieb chancenlos. Ebenso unterlagen die Grünen mit ihrem «Kompromissantrag» zu den Biotopen. Karl Stadler, Schwändi, unterstützt von Christian Marti, Schwanden, verlangte, das Biotopverzeichnis in die erste Tranche einzuschliessen, um auch der Ökologie Genüge zu tun. Es gebe noch genügend Möglichkeit für die Gemeinde, das Verzeichnis zu bereinigen.

Bauerngruppe drang durch

«Die Bauern wollen nichts verzögern. Sie brauchen noch Zeit», machte Jacques Hefti, Luchsingen, dagegen klar. Dank der Entflechtung könnten die offenen Fragen zu den Gewässerräumen geklärt werden. Thomas Elmer, Elm, wiederum bezeichnete den Antrag der Grünen als «unnötige Verkomplizierung» des Verfahrens. Viele Biotopstandorte seien bereits heute nicht schutzlos.

Ohne Antrag deponierte Vreni Hürlimann, Schwanden, ihre Kritik, Braunwald und Weissenberge in Matt erst in der zweiten Tranche zu behandeln.

Für das Gesundheitszentrum

Die weiteren Traktanden wurden ebenfalls im Sinne des Gemeinderates genehmigt. Neben dem Budget war dies besonders eine Umzonung in Schwanden, gegen die sich Anwohner wehrten. Die Versammlung stimmte aber klar zu, die Realisierung eines Gesundheitszentrums im früheren Verwaltungsgebäudes der Electrolux zu ermöglichen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden