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Corbyn will bei zweitem Brexit-Referendum «neutral» bleiben

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn will nach eigenen Angaben bei einem möglichen zweiten Brexit-Referendum neutral bleiben. Sollte er nach der vorgezogenen Parlamentswahl im Dezember Premierminister werden, werde er vor dem Votum unparteiisch bleiben.

Agentur
sda
Freitag, 22. November 2019, 23:41 Uhr London
Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn während der am Freitag vom Sender BBC ausgestrahlten Diskussionsrunde.
Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn während der am Freitag vom Sender BBC ausgestrahlten Diskussionsrunde.
KEYSTONE/EPA BBC/JEFF OVERS / BBC / HANDOUT

Ziel sei es, das Land zu «vereinen» und die Brexit-Debatte nicht endlos weiterzuführen, sagte Corbyn am Freitag in einer vom Sender BBC ausgestrahlten Diskussionsrunde.

Der Labour-Chef hatte zuvor weitgehend offengelassen, wie er sich bei dem von seiner Partei im Falle eines Wahlsiegs versprochenen zweiten Referendum über den britischen EU-Austritt verhalten werde. In der BBC sagte er, er würde als Premierminister binnen drei Monaten einen neuen Austrittsvertrag mit Brüssel verhandeln. Diesen würde er anschliessend zur Abstimmung stellen. Dabei sollten die Bürger auch die Möglichkeit haben, für einen Verbleib des Vereinigten Königreichs in der EU zu stimmen.

Amtsinhaber Boris Johnson, dessen konservative Partei derzeit in Umfragen vorn liegt, strebt dagegen einen möglichst schnellen Brexit auf der Basis des von ihm ausgehandelten Abkommens mit der EU an. Bei den Neuwahlen will er sich eine Mehrheit im Parlament für die Ratifizierung des Vertrags sichern.

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