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Glarner Budget ist auf Kurs

Der Gemeinderat Glarus hat das Budget 2020 zuhanden der Gemeindeversammlung vom 29. November verabschiedet. Für 2020 sind Netto-Investitionen von acht Millionen Franken geplant. Der Steuerfuss bleibt stabil.

Südostschweiz
Montag, 04. November 2019, 11:04 Uhr Ausgeglichenes Gesamtresultat
Regierung, Landrat, Kantonalbank, GLKB,
Das Rathaus in Glarus, fotografiert aus der Perspektive eines Menschen durchschnittlicher Grösse.
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Die Finanzplanung 2021 - 2024 zeigt steigende Aufwandüberschüsse, was vom Gemeinderat bereits im Budget 2020 eine Priorisierungsarbeit erforderte. Dies schreibt die Gemeinde Glarus in einer Mitteilung. Der Gemeinderat habe sämtliche Investitions-Vorhaben kritisch auf Notwendigkeit, Höhe und Zeitpunkt hinterfragt. Die Infrastrukturprojekte wurden zeitlich gestaffelt. Als Ergebnis werden Projekte bei der Schulraumentwicklung oder bei der Kanalisationserneuerung mehr Zeit in Anspruch nehmen. Auf einzelne Investitionen zum Beispiel bei den Sportanlagen müsse im Moment sogar ganz verzichtet werden.

Grossprojekte im Geschäftsjahr 2020

Im Geschäftsjahr 2020 würden Grossprojekte wie die Erneuerung der Primarschulanlage Netstal, der Anschluss weiterer Gebäude im Buchholz, Glarus, an den Wärmeverbund Glarus 2 (Schulhaus, Turnhalle, Feuerwehrgebäude und Betriebsgebäude der Sportanlage) weiter umgesetzt. Weiter seien Investitionen in den baulichen Unterhalt des Gemeindestrassennetzes und für die Altlastensanierung des Kugelfanges der ehemaligen Schiessanlage Saggrain geplant.

Mit einer stabilen Bilanz, einem tragbaren Fremdkapitalbestand, einem Pro-Kopf-Vermögen von ungefähr 400 Franken und einer moderaten Steuerlast lägen die zentralen Kennzahlen im Budget 2020 mehrheitlich über den definierten Mindestwerten. Und auch das betriebliche sowie das operative Ergebnis verbessern sich gegenüber dem Budget 2019 deutlich, weshalb auch der Selbstfinanzierungsgrad mit 41,5 Prozent höher ausfällt als im Budget 2019 (29,8 Prozent). Allerdings kann im Budget der Zielwert des Selbstfinanzierungsgrades von mindesten 80 Prozent nicht erreicht werden, da der budgetierte Cashflow zur Deckung der vorgesehenen Investitionen nicht ausreicht. Die Entwicklung der zentralen finanziellen Steuerungsgrössen zeigt indessen auf, dass es das in den vergangenen Jahren erarbeitete finanzielle Polster zulässt, die geplanten Investitionen zu tätigen. Deshalb beantragt der Gemeinderat für das Jahr 2020 den gegenüber dem Vorjahr unveränderten Steuerfuss von 63 Prozent. (ham)

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