×

Viele Forderungen der Jungen sind schon in Arbeit

Der Regierungsrat hat die Forderungen aus der letzten Glarner Jugendsession analysiert. Dabei stellt er fest: Viele der Ideen hat man schon aufgenommen.

Sebastian
Dürst
Freitag, 25. Oktober 2019, 04:30 Uhr Glarner Jugendsession
Vieles, das die Jungen fordern, sehen Politiker im Rathaus gleich.
ARCHIVBILD

Bei der ersten Glarner Jugendsession im November 2016 beschlossen die Jungen unter anderem, mehr Elektro-Ladestationen auf öffentlichen Parkplätzen zu fordern. Nur wenige Woche später wurde diese Forderung zumindest zum Teil Realität: Die Gemeindeversammlung von Glarus Nord nahm einen Antrag zum neuen Parkplatzkonzept an, laut dem 5 Prozent der Einnahmen aus der Parkplatzbewirtschaftung in die Erstellung von E-Ladestationen fliessen.

Gestellt hatte den Antrag Pascal Vuichard, heute GLP-Land- und Gemeinderat – und damals Präsident der ersten Glarner Jugendsession.

Die zweite Glarner Jugendsession fand im Mai dieses Jahres statt, im Juni haben die Verantwortlichen ihre neun Forderungen dem Regierungsrat überreicht. Die Forderungen seien «offener, weniger politisch», sagte die Jugendsession-Chefin Sabrina Stauffacher damals.

Wohl gerade weil die Forderungen weniger politisch respektive weniger konkret sind, resultiert in der Analyse des Regierungsrats wenig Handfestes, das tatsächlich eine Veränderung anstossen könnte.

Zum Beispiel die Kultur

Eine der Forderungen der Jugendsession ist zum Beispiel, dass der Kanton Glarus seine Kulturausgaben pro Kopf so erhöhen soll, dass Glarus in der entsprechenden Kantonsrangliste nicht mehr am Ende, sondern im Mittelfeld liege. Die Regierung antwortet darauf, dass diese Rangliste wenig aussagekräftig sei, vor allem weil es einen Unterschied zwischen Stadt- und Landkantonen gebe. Das neue Kulturkonzept könne aber möglicherweise dazu beitragen, dass das Kulturbudget höher ausfalle. «Die Forderungen der Jugendsession im Kulturbereich sind nicht unrealistisch», attestiert der Regierungsrat trotzdem. Und er verspricht: «Sollte es so sein, dass die Jugendlichen in der momentanen Kulturlandschaft zu kurz kommen, sind Korrekturen zu prüfen.»

In seinem Fazit bewertet der Regierungsrat die Forderungen der Jungen als wichtigen Input. «Der Regierungsrat versucht auch, die Jugend vermehrt in der Konzeptarbeit einzubeziehen», schreibt er. Und – damit schliesst sich der Kreis wieder – der Glarner Regierungsrat zeige mit der Unterstützung der Jugendsession, dass ihm der Einbezug der Jugendlichen wichtig sei.

Kommentar schreiben

Kommentar senden