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In Davos wollte jemand Greta Thunberg wählen

Einkaufszettel, ganze Wahlzettelbüchlein und Stimmen für nicht wählbare Personen. Knapp 3000 Davoserinnen und Davoser haben am Wochenende ihre Stimmen für die National- und Ständeratswahlen abgegeben. Dazu kamen einige Stimmabgaben, die ungültig waren – aus unterschiedlichsten Gründen, wie die Gemeinde auf ihrer Website mitteilt.

David
Eichler
Dienstag, 22. Oktober 2019, 04:30 Uhr Kuriose Stimmabgaben
Hier wird gearbeitet. Das Wahlbüro Davos am vergangenen Sonntag.
ZVG

Das Wahlbüro Davos hat ganze Arbeit geleistet. Nicht nur, dass die Ergebnisse von Davos zeit- und formgerecht an die Standeskanzlei Graubünden geliefert wurden, die Verantwortlichen haben auch noch Zeit gefunden, die interessantesten Fundstücke in der offiziellen Mitteilung zusammenzufassen.

Kurz vor knapp

Insgesamt hätten 2914 Davoserinnen und Davoser ihren Wahlzettel abgegeben – 118 davon an der Urne. Der letzte Wähler sei ein Davoser Sportler gewesen, der am Sonntag, dreissig Sekunden vor Schliessung der Urnen, im Laufschritt im Rathaus angekommen und seinen Wahlzettel eingeworfen habe, wie es auf der Website der Gemeinde Davos heisst.

Aus unterschiedlichen Gründen ungültig

Bei den Nationalratswahlen seien 81 Wahlzettel ungültig gewesen. Entweder, weil keine Namen aufgeführt gewesen seien, oder weil mehrere Wahlzettel oder gar ganze Wahlzettelbüchlein eingereicht worden seien. Bei den Ständeratswahlen gab es in Davos 30 ungültige Wahlzettel. Hier seien es in erster Linie falsch ausgefüllte Zettel oder aber nicht unterschriebene Stimmrechtsausweise gewesen. Einige Wählende hätten auch Kandidaten aufgeführt, die nicht wählbar waren. So haben Magdalena Martullo-Blocher, Roger Köppel und Greta Thunberg Stimmen erhalten. Leider unwählbar, da bei den Ständeratswahlen der Wohnsitz im Kanton Graubünden Voraussetzung ist.

Geburtstagserinnerung, Einkaufsliste und falscher Urnengang

Mit in den Wahlzettel hatten sich auch private Notizen und Erinnerungen geschlichen. So seien diverse Post-its gefunden worden, die rein gar nichts mit der Wahl zu tun hatten. Eines mit dem Hinweis «Rahel hat Geburtstag» - nachträglich alles Gute – und ein weiteres mit einer Einkaufsliste (Geschirrspül-Tabs, Abfallsäcke, Eier). Neun Stimmberechtigte hätten am vergangenen Wochenende ihre Stimmen nicht für den National- und Ständerat abgegeben, sondern für die kommunale Volksabstimmung vom 15. September 2019. Die Stimmzettel hätten leider nicht mehr berücksichtigt werden können, schreibt die Gemeinde weiter.

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