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Bürgerliche Parteien im 2. Wahlgang für Ständerat im Vorteil

Im zweiten Wahlgang für den Ständerat dürften es die linken und grünen Kandidatinnen und Kandidaten nach Ansicht des Berner Politologen Marc Bühlmann eher schwer haben. Realistische Chancen hätten vier Frauen in vier Kantonen.

Agentur
sda
Dienstag, 22. Oktober 2019, 16:04 Uhr Bern
Der Berner Politologe, Marc Bühlmann, traut im zweiten Wahlgang vier Frauen der Grünen den Sprung in den Ständerat zu. (Archivbild)
Der Berner Politologe, Marc Bühlmann, traut im zweiten Wahlgang vier Frauen der Grünen den Sprung in den Ständerat zu. (Archivbild)
KEYSTONE/GAETAN BALLY

Historisch gesehen sei es häufig so, dass die linken und grünen Kandidierenden bei kantonalen Regierungs- und Ständeratswahlen im ersten Urnengang relativ gut abschnitten, sagte Bühlmann am Dienstag in einem Interview mit Radio SRF News.

In einem zweiten Wahlgang könnten sie jedoch ihre Klientel weniger gut an der Urne mobilisieren. Den Sprung in die kleine Kammer traut Bühlmann vier grünen Frauen zu: Regula Rytz in Bern, Maya Graf in Baselland, Lisa Mazzone in Genf und Adèle Thorens in der Waadt.

«Diese Frauen haben eine reiche politische Erfahrung und sind national bekannt», sagte Bühlmann weiter. Weil die Grünen häufig mit einem rot-grünen Ticket anträten, bleibe es aber schwierig, gegen ein starkes bürgerliches Duo zu bestehen.

Den Einzug in den Ständerat auf Anhieb geschafft haben bisher zwei Grüne: der Glarner Mathias Zopfi und die Neuenburgerin Céline Vara. Für den zweiten Wahlgang in 14 Kantonen sind noch 22 Sitze zu besetzen, knapp die Hälfte der Mandate.

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