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Zwei zufriedene Ständeräte wollen ihren gemeinsamen Weg fortsetzen

Stefan Engler und Martin Schmid werden Graubünden auch die nächsten vier Jahre im Ständerat vertreten. Nachdem ihre letzte Wiederwahl 2015 konkurrenzlos über die Bühne ging, mussten sie sich dieses Jahr gleich vier Herausfordererinnen und Herausforderern stellen. Umso mehr zeigen sich die beiden mit ihrer jeweils ungefährdeten Wiederwahl zufrieden.

Südostschweiz
Montag, 21. Oktober 2019, 11:34 Uhr Ständeratswahl
Die wiedergewählten Ständeräte Martin Schmid (FDP, links) und Stefan Engler (CVP) posieren in Chur.
KEYSTONE

Es war eine neue Erfahrung für Stefan Engler (CVP) und Martin Schmid (FDP) im diesjährigen Wahlkampf. Gleich vier Gegenkandidaten von SP, GLP, SVP und ein Parteiloser wollten den beiden arrivierten Bündner Standesvertretern ihre Sitze streitig machen. Gelungen ist es am Ende keinem, selbst SP-Mann Jon Pult verpasste das absolute Mehr von 23'778 Stimmen um rund 8500 Stimmen deutlich. Umso mehr freuen sich die beiden Wiedergewählten, wie Engler im Gespräch mit Radio Südostschweiz am Wahlnachmittag sagt: «Das Ergebnis zeigt doch, dass ein grosser Teil der Bündnerinnen und Bündner mit unserer Arbeit zufrieden gewesen ist.»

Auch Schmid ist mit dem Resultat sehr zufrieden: «Wir hatten dieses Jahr eine andere Ausgangslage mit den sechs Kandidaten. Dass die Bündner Bevölkerung uns beiden wieder das Vertrauen ausgesprochen hat, freut mich sehr. Und ich möchte mich bedanken, dass wir unsere Arbeit wie in den letzten acht Jahre fortsetzen können.» Er sei überzeugt, dass sie für den Kanton weiterhin Akzente setzen können.

Hier könnt Ihr unseren Wahlticker nachlesen:

Der Wahlkampf mit vier Konkurrenten sei für sie beide zwar neu gewesen, nachdem sie vor vier Jahren quasi still wiedergewählt worden seien, sagt Engler, «unsere Legitimation ist dadurch besser geworden, weil wir uns mit anderen Kandidaten auseinandersetzen mussten. Am Ende ist das Resultat glaube ich für alle ein Mehrwert: für die Demokratie, für die Wählerinnen und Wähler und auch für uns beide.»

Schmid bläst ins gleich Horn: «Wahlkampf zu betreiben ist zwar sehr zeitaufwändig und man ist sehr viel unterwegs im Kanton. Aber man pflegt dadurch auch die Parteibasis, trifft mit der Bevölkerung zusammen, spürt die Stimmung der Menschen, was wiederum sehr befriedigend ist. Man bekommt zu hören, was man in den Augen der Wähler gut gemacht hat, aber auch welche neuen Themen man einbringen soll. Und doch ist man froh, muss man nicht noch in einen zweiten Wahlgang.»

Für den Kanton sei es, gerade bei Themen, die die Berggebiete betreffen, gut, dass die beiden Ständeräte geschlossen auftreten können, sagt Engler weiter, und nicht etwa als Rivalen. Dass der Kanton Graubünden im Ständerat weiterhin von zwei Männern vertreten wird, während national die Forderung nach einer breiteren Frauenvertretung im Parlament vielfach diskutiert wurde, ist für Schmid kein Nachteil. «Je nach Ausgang der Nationalratswahlen sieht die Frauenvertretung dort ja wieder besser aus.» Zudem sei es im Ständerat wohl schon so, dass die Exekutiv-Erfahrung, die sie beide als ehemalige Regierungsräte mitbringen, immer noch ein wichtiges Wahlargument darstelle. «Ich bin dankbar, dass wir als Bisherige unsere Arbeit fortsetzen dürfen, aber irgendwann wird es sicher diesen Wechsel geben.» (ofi)

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