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Erdogan: Wir können Trumps Tweets nicht mehr verfolgen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat über die Flut von Tweets seines Kollegen in Washington gespottet. Er kündigte an, die Äusserungen von Donald Trump im Kurzmitteilungsdienst Twitter künftig zu ignorieren.

Agentur
sda
Mittwoch, 16. Oktober 2019, 14:42 Uhr Istanbul
Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, die Tweets von Donald Trump künftig zu ignorieren. (Archivbild)
Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, die Tweets von Donald Trump künftig zu ignorieren. (Archivbild)
Keystone/EPA TURKISH PRESIDENTIAL PRESS O/TURKISH PRESIDENTIAL PRESS OFFIC

«Wir haben bisher die Äusserungen von Trump auf Twitter gelesen, doch wir sind an den Punkt gelangt, da wir diese Tweets nicht mehr verfolgen können», sagte Erdogan laut einem Medienbericht vom Mittwoch. «Wir schaffen es nicht mehr zu folgen.»

Trump ist für seinen exzessiven Gebrauch von Twitter bekannt und verkündet regelmässig wichtige Entscheidungen über den Onlinedienst. Auch den Rückzug der US-Soldaten aus Nordsyrien, der den Weg frei machte für die türkische Offensive in der Region, verkündete Trump über Twitter. Seitdem setzte er täglich eine Reihe von Tweets ab, in denen er seine Entscheidung rechtfertigte, die Offensive kommentierte und der Türkei mit Sanktionen drohte.

So warnte Trump die Türkei davor, etwas zu tun, was er in «seiner grossen und unvergleichlichen Weisheit» für falsch halte. Auch andere Tweets sorgten international für Stirnrunzeln: So rechtfertigte er das Ende der Hilfe für die syrische Kurdenmiliz YPG damit, dass sie der USA im Zweiten Weltkrieg «nicht in der Normandie geholfen» habe. Auch twitterte er, dass «Russland, China oder Napoleon Bonaparte» künftig die Kurden verteidigen könnten, wenn sie wollten.

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Erdogan: «Wir schaffen es nicht mehr zu folgen»
Das ist es! Wenn das bloss die Europäer - präventiv - begreifen würden, das halte ich für wesentlich überlebensvoraussetzender als die sogar noch unterbewertete Klimakrise.
Dass Robert De Niro (Südostschweiz 17. Oktober 2019) sagt: Wir haben einen Gangster-Präsidenten, der denkt, dass er machen kann, was er will." finde ich eine Verharmlosung und Ablenkung vom Grundproblem, dass die USA beim Genozid (Raubmord würde es Oberinspektor Derrick nennen) gegen die Native Americans dieses ihr ultimatives "Geschäftsmodell" auf den ganzen Planeten auszudehnen beschlossen, infolge Personalmangels via den jetzt kurz bevorstehenden technologischen Durchbruch und Rüstungs-Overkill (US-Underdog Deutschland alleine schon fast so viel Militäretat wie Russland!).
Genesis wies bereits 1986 (Reagan verkündete bereits bei seinem Amtsantritt 1981 offiziell, die Militärdoktrin von Verteidigungs- auf Angriffskrieg zu ändern, was inoffiziell eh schon so war, trotzdem erstaunlicherweise keine weltweite Abwehrreaktionen hervorrief) auf die einzigartige abartige historische und zunehmend kulminierende Rolle der USA weltweit hin auf Ihrem Album "Invisible (!) Touch" insbesondere im Titel "Land of Confusion":
https://www.youtube.com/watch?v=TlBIa8z_Mts&list=RD2usELzjxZbI&index=11
Trump betrachte ich also nicht als überraschenden Extremisten sondern als folgerichtige (logische) Fortsetzung infolge Versagens des weltweiten Immunsystems.
Siehe meine Kommentare:
https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Syrien-Turkei-Invasion-Kurde…
https://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Ukraine-Neonazi-Premierminis…