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Für mindestens 48 Parlamentsmitglieder endet die Zeit im Bundeshaus

Die letzte Session der Legislatur geht zu Ende. Nicht alle Mitglieder von National- und Ständerat werden die Wiederwahl schaffen, etwa ein Fünftel von ihnen räumt freiwillig den Sitz. Am Donnerstagabend wird ein letztes Mal in alter Besetzung angestossen.

Agentur
sda
Donnerstag, 26. September 2019, 18:00 Uhr Bern
Schluss mit Streiten: Am Donnerstagabend stossen die Parlamentarier aller Fraktionen auf die zu Ende gehende Session an. (Archivbild)
Schluss mit Streiten: Am Donnerstagabend stossen die Parlamentarier aller Fraktionen auf die zu Ende gehende Session an. (Archivbild)
KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Um 18.30 Uhr ist ein gemeinsamer Apéro der beiden Räte zum Abschluss der Legislatur angesetzt. Am Freitag stehen noch die Schlussabstimmungen auf dem Programm, dann endet für 19 Mitglieder des Ständerats die Zeit unter der Bundeshauskuppel.

Den grössten Aderlass verzeichnet die SP: Sechs ihrer zwölf Vertreterinnen und Vertreter stellen sich nicht zur Wiederwahl. Bei der CVP sind es fünf von 14 Ständerätinnen und Ständeräte, bei der FDP vier von zwölf und bei der SVP zwei von sechs Ständeräten. Die beiden Vertreter von BDP und Grünen treten ebenfalls nicht wieder an.

Neue Teams

In einigen Kantonen werden gleich beide Sitze in der kleinen Kammer neu besetzt. In Genf müssen Liliane Maury Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne) ersetzt werden, in Neuenburg Raphaël Comte (FDP) und Didier Berberat (SP), im Jura Anne Seydoux (CVP) und Claude Hêche (SP) und im Aargau Philipp Müller (FDP) und Pascale Bruderer Wyss (SP).

In Basel-Stadt wird ein Ersatz für die einzige Vertreterin Anita Fetz (SP) gesucht. In Appenzell Innerrhoden ist die Nachfolge bereits geregelt: Für Ivo Bischofberger (CVP) hat bereits der ehemalige Landammann Daniel Fässler im Stöckli Platz genommen.

Den Ständerat verlassen auch Fabio Abate (FDP/TI), Isidor Baumann (CVP/UR), Roland Eberle (SVP/TG), Joachim Eder (FDP/ZG), Peter Föhn (SVP/SZ), Jean-René Fournier (CVP/VS), Konrad Graber (CVP/LU), Claude Janiak (SP/BL), Werner Luginbühl (BDP/BE) und Géraldine Savary (SP/VD).

Dezimierte Fraktionen

Im Nationalrat gibt es 29 freiwillige Abgänge. Bei der SVP sind es acht auf 68 Sitze, bei der SP sieben von 42, ebenfalls sieben bei der FDP, aber auf 33 Sitze. Von 30 CVP-Abgeordneten treten vier nicht wieder an, die GLP verzeichnet zwei Abgänge auf acht Sitze und die BDP einen auf sieben Sitze. Nur die Grünen stellen sich geschlossen zur Wiederwahl.

Die freiwilligen Abgänge im Detail:

SVP: Adrian Amstutz (BE), Beat Arnold (UR), Raymond Clottu (parteilos/NE), Hans Egloff (ZH), Alice Glauser (VD), Markus Hausammann (TG), Sylvia Flückiger (AG), Ulrich Giezendanner (AG). Luzi Stamm (AG) und Maximilian Reimann (AG). Die beiden letztgenannten treten jedoch auf anderen Listen wieder an.

SP: Margret Kiener Nellen (BE), Bea Heim (SO), Jaques-André Maire (NE), Silva Semadeni (GR), Silvia Schenker (BS), Carlo Sommaruga (GE) und Manuel Tornare (GE).

FDP: Fathi Derder (VD), Corina Eichenberger (AG), Benoît Genecand (GE), Hugues Hiltpold (GE), Giovanni Merlini (TI), Walter Müller (SG) und Bruno Pezzatti (ZG).

CVP: Guillaume Barazzone (GE), Dominique de Buman (FR), Géraldine Marchand-Balet (VS) und Karl Vogler (CSP/OW).

GLP: Thomas Weibel (ZH) und Daniel Frei (ZH).

BDP: Hans Grunder (BE).

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