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Westschweizer Winzer bitten Bundesrat Parmelin um Hilfe

Die Romandie ist besorgt über den sinkenden Marktanteil der Schweizer Weine. Die Kantone Wallis, Waadt, Genf und Neuenburg bitten Bundesrat Guy Parmelin um Unterstützung bei einer nationalen Werbekampagne zur Förderung der Schweizer Weine.

Agentur
sda
Donnerstag, 19. September 2019, 12:49 Uhr Sitten/Lausanne/Genf/Neuenburg
Weinlese im Wallis: Die Weinernte 2019 dürfte ergiebig ausfallen. (Archivbild)
Weinlese im Wallis: Die Weinernte 2019 dürfte ergiebig ausfallen. (Archivbild)
Keystone/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Seit mehreren Jahren und trotz grosser Anstrengungen der Industrie in der Produktion sinke der Marktanteil der Schweizer Weine stetig. Er liege heute noch bei rund 35 Prozent des gesamten Weinkonsums in der Schweiz, schreiben die vier Westschweizer Weinkantone in einem Communiqué vom Donnerstag.

Dies sei zu wenig, um einen ausgeglichenen Absatz der einheimischen Produktion sicherzustellen. Darüber hinaus bestehe ein Risiko für die Rentabilität der Betriebe und den Fortbestand des Schweizer Weinbaugebiets.

Die schwierige Lage, in der sich die Schweizer Weinwirtschaft befinde, erfordere starke Massnahmen vonseiten der öffentlichen Hand, heisst es in einem Schreiben an den Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Ausbildung und Forschung (WBF).

Geld von Bund gefordert

Die Werbekampagne soll vom Branchenverband der Schweizer Reben und Weine (BSRW) geführt und vom Bund finanziell unterstützt werden. Ziel der Aktion über zwei bis drei Jahre sei es, den Marktanteil der Schweizer Weine markant zu steigern und sich gegen die scharfe Konkurrenz der ausländischen Weine behaupten zu können.

In der Romandie mit den Weinanbaugebieten in den Kantonen Wallis, Waadt, Genf und der Drei-Seen-Region befinden sich rund drei Viertel der Weinberge der Schweiz.

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