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Bündner stimmen pro Konsument

Die Stiftung für Konsumentenschutz und deren Partner haben für die aktuelle Legislatur (2015-2019) ein Parlamentarierrating erstellt. Das Rating gibt an, wie oft Parlamentarierinnen und Parlamentarier für Konsumenteninteressen abgestimmt haben.

Mara
Michel
Montag, 19. August 2019, 16:27 Uhr Ranking der Stiftung für Konsumentenschutz
Nationalratssaal im Bundeshaus
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Nach Parteien aufgeschlüsselt führt die SP das Ranking der konsumentenfreundlichsten Nationalräte an. Anschliessend folgen die Grünen, die CVP, die GLP, die BDP, die FDP und auf dem letzten Platz die SVP. Sieht man sich die Liste der einzelnen Parlamentarier, welche die ganze Legislatur über im Amt waren an, findet sich auf dem vierten Platz mit Silva Semadeni eine Bündnerin. Mit Duri Campell fällt ein weiterer Bündner im Ranking positiv auf: er ist der konsumentenfreundlichste BDP-Nationalrat der Schweiz. Magdalena Martullo hat von allen Bündner Nationalräten am konsumentenunfreundlichsten gestimmt.

Das Schlusslicht der gesamten Liste, die die Stiftung für Konsumentenscutz und deren Partner FRC (Fédération romande des consommatuers) und ACSI (associazione consumatrici e consumatori della Svizzera italiana) erstellt haben, bildet Claudio Zanetti von der Zürcher SVP. Er stimmte bei 40 Abstimmungen lediglich vier Mal konsumentenfreundlich ab. Prisca Birrer-Heimo der Luzerner SP hat bei 40 Abstimmungen insgesamt 37-mal für die Anliegen der Konsumenten gestimmt und führt damit das Rating an.

Vergleich mit letzter Legislatur

Bereits in der Legislatur 2011-2015 waren die SP und die Grünen jene Parteien, welche am häufigsten konsumentenfreundlich abgestimmt haben. Auffällig hingegen ist das Stimmverhalten der Grünliberalen: Sie stimmten rund zwölf Prozent weniger konsumentenfreundlich als von 2011 bis 2015. Die BDP hingegen stimmte stärker für die Interessen der Konsumenten als in der vergangenen Legislatur. Das Stimmverhalten der SVP ist zwar auch deutlich konsumentenfreundlicher geworden (von 14 auf 21 Prozent) aber dennoch bleibt sie die Partei, die am häufigsten gegen Konsumentenanliegen votiert.

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