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Pjöngjang: «Neue Waffe» bei jüngsten Raketentests erprobt

Bei den jüngsten nordkoreanischen Raketentests soll nach offiziellen Angaben des Landes ein neues Waffensystem erprobt worden sein. Es habe sich um den «Test-Abschuss einer neuen Waffe» gehandelt.

Agentur
sda
Sonntag, 11. August 2019, 02:09 Uhr Seoul
Der Diktator Nordkoreas Kim Jong Un (Bildmitte) hat den fünften Waffentest innerhalb weniger Tage erneut persönlich mitverfolgt und sich anschliessend zufrieden über die Ergebnisse gezeigt.
Der Diktator Nordkoreas Kim Jong Un (Bildmitte) hat den fünften Waffentest innerhalb weniger Tage erneut persönlich mitverfolgt und sich anschliessend zufrieden über die Ergebnisse gezeigt.
KEYSTONE/AP KCNA via KNS

Dies meldete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Nähere Angaben zu den getesteten Raketen machte sie allerdings nicht. Das Aussenministerium in Pjöngjang teilte indes mit, es sei ein «Test für die Entwicklung konventioneller Waffen gewesen».

Die Raketentests vom Samstagmorgen wurden laut KCNA von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un persönlich überwacht. Kim habe den Observationsposten bestiegen und «den Testabschuss geleitet», meldete die Agentur. Er habe dann «grosse Zufriedenheit» über die Testergebnisse zum Ausdruck gebracht.

Langer Brief an Trump

Nach Angaben südkoreanischer Regierungsvertreter feuerte Nordkorea bei den Tests nahe der Stadt Hamhung an der Ostküste zwei - mutmassliche ballistische - Kurzstreckenraketen ab. Die Fluggeschosse flogen demnach rund 400 Kilometer weit und stürzten ins Meer.

Es war bereits der fünfte nordkoreanische Raketentest in zwei Wochen. Zuletzt hatte Pjöngjang am Dienstag offenbar zwei Kurzstreckenraketen abgefeuert - nur einen Tag nach Beginn von gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas. Die Führung in Pjöngjang hat die Manöver scharf verurteilt und seine Waffentests als «Warnung» an Südkorea und die USA bezeichnet.

US-Präsident Donald Trump teilte seinerseits am Samstag mit, er habe vom nordkoreanischen Machthaber eine «kleine Entschuldigung» für die jüngsten Raketentests erhalten. Kim habe ihm einen «langen Brief» geschickt, in dem er sich ausgiebig über die «lächerlichen und teuren» gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas beschwere. Kim habe angekündigt, die Raketentests einzustellen, sobald die Manöver endeten.

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