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Mit der Ständeratskandidatur für Junge und Frauen in der Politik kämpfen

Im Alter von gerade einmal 24 Jahren kandidiert die Churerin Géraldine Danuser für den Ständerat. «Es ist eine ernsthafte Kandidatur, ich biete eine Alternative», sagt die Vertreterin der Jungen Grünliberalen Partei.

Südostschweiz
Freitag, 09. August 2019, 04:30 Uhr Géraldine Danuser
Mit nur 24 Jahren kandidiert Géraldine Danuser für den Ständerat.
ZVG

Die vierte Ständeratskandidatur für den kommenden Herbst ist seit Donnerstag bekannt: Géraldine Danuser von den Jungen Grünliberalen macht dem Männertrio Engler, Schmid und Pult Konkurrenz. Sie kandidiert gerade zweimal, nämlich für den Stände- und Nationalrat. Im Interview mit Radio Südostschweiz erzählt die 24-Jährige von ihren Zielen und wie ihre Eltern über die Kandidatur denken.

Géraldine Danuser, Du bist mit 24 ziemlich jung für den Ständerat. Wie haben deine Eltern auf deine Kandidatur reagiert?

Sie waren eher skeptisch. Wir haben darüber geredet und ich konnte sie überzeugen. Sie stehen voll hinter mir. Mir ist natürlich bewusst, dass das eher aussergewöhnlich ist und die Bündner Bevölkerung Zeit braucht, um sich eine Meinung zu bilden. Ich glaube, dann werden es viele Leute positiv wahrnehmen.

Wieso kandidierst Du für den Ständerat? Was möchtest Du erreichen?

Ich möchte in den Ständerat, weil ich finde, dass der Ständerat optimaler zusammengesetzt sein könnte. Es braucht verschiedene Hintergründe und Perspektiven. Denn das führt zu den besten Lösungen, das sehen wir auch in der Wirtschaft. Momentan ist es so, dass Junge und Frauen massiv untervertreten sind.

Wahrscheinlich wirst Du noch öfters darauf angesprochen, dass Du keine Chance hättest. Wie gehst Du damit um?

Ich sehe das als grösste persönliche Herausforderung. Ich möchte aber mutig sein und diesen Schritt wagen. Bis jetzt habe ich nur positiven Zuspruch erhalten und das motiviert mich extrem.

Man muss trotzdem auch realistisch bleiben. Siehst du eine reale Chance in deiner Kandidatur?

Es wird sicherlich schwierig gegen die bisherigen Ständeräte. Ich möchte mit meiner Kandidatur aber auch ein Zeichen setzen, dass es Junge und Frauen in der Politik hat. Sie sollen sich getrauen, öffentlich in der Politik hinzustehen. Denn genau das braucht es.

Deine Kandidatur hat also eher einen symbolischen Wert?

Ja, aber nicht nur. Es ist wirklich eine ernsthafte Kandidatur, ich biete eine Alternative.

Die Klimadiskussion ist auf dem Höhepunkt. Davon profitierst du von den Jungen Grünliberalen sicherlich?

Wir haben dieses Jahr eine Klimawahl. Ich setze mich aber schon lange für eine griffige Klimapolitik mit der Wirtschaft und nicht dagegen ein. Ich hoffe, dass die Gesamtbevölkerung sieht, dass es Massnahmen gegen den Klimawandel braucht.

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