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Nachfolgerin für in «Hummer-Affäre» gestolperten Minister ernannt

Nach dem Rücktritt von Frankreichs Umweltminister François de Rugy hat Staatschef Emmanuel Macron eine Nachfolgerin ernannt. Wie die französische Präsidentschaft am Dienstagabend mitteilte, übernimmt Verkehrsministerin Elisabeth Borne das Amt.

Agentur
sda
Mittwoch, 17. Juli 2019, 00:35 Uhr Paris
Wird nach der "Hummer-Affäre" in Frankreich neue Umweltministerin: die bisherige Verkehrsministerin Elisabeth Borne. (Archivbild)
Wird nach der "Hummer-Affäre" in Frankreich neue Umweltministerin: die bisherige Verkehrsministerin Elisabeth Borne. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

De Rugy war nach nur gut zehn Monaten im Amt über eine «Hummer-Affäre» gestürzt und hatte am Dienstagnachmittag seinen Rücktritt eingereicht. Medienberichten zufolge hatte der Umweltminister und frühere Präsident der französischen Nationalversammlung auf Staatskosten Festgelage gegeben und seine Wohnung renovieren lassen. Er selbst bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer «medialen Lynchjustiz».

Als «Hummer-Affäre» wurde der Fall bekannt, weil de Rugy laut dem Enthüllungsportal «Mediapart» als Vorsitzender der Nationalversammlung bis Juni 2018 rund zehn Abendessen gegeben haben soll, bei denen Hummer, Champagner und teure Weine gereicht wurden. Die Gäste sollen grösstenteils aus dem Umfeld von de Rugys Frau Séverine gestammt haben, die Journalistin bei dem Magazin «Gala» ist.

Für Präsident Macron ist der Rücktritt ein Dämpfer: Erst vor knapp einem Jahr hatte de Rugys beliebter Vorgänger Nicolas Hulot sein Amt als Umweltminister aufgegeben. Der frühere Fernsehmoderator begründete dies mit einem mangelnden Engagement der Regierung für den Klima- und Umweltschutz. Mit de Rugy geht bereits der achte Minister in Macrons erst gut zweijähriger Amtszeit.

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