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Die Live-Übertragung der Landratsdebatten ist einen Schritt weiter

Landräte verschiedener Fraktionen fordern, dass die Ratsdebatten live übertragen und auch archiviert werden. Damit soll das Parlament transparenter werden. Das Landratsbüro unterstützt den Vorschlag.

Südostschweiz
Freitag, 05. Juli 2019, 11:00 Uhr Landratsbüro stimmt zu
Geht es nach den Landratsbüro, sollen bald alle die Landratsdebatten live mitverfolgen können.
ARCHIV

Im Februar reichten einige Landräte von verschiedenen Fraktionen ein Postulat ein. Ihre Forderung: Es soll geprüft werden, ob die Einführung einer Live-Übertragung der Ratsdebatten und die Archivierung der Aufnahmen für die Öffentlichkeit möglich ist. Damit soll die Parlamentstätigkeit transparenter werden und die Menschen einen besseren Zugang dazu erhalten.  

Das für die Behandlung von ratseigenen Angelegenheiten zuständige Landratsbüro hat sich in den vergangenen Monaten mit dem Vorstoss befasst, wie es nun in einer Mitteilung schreibt. Man habe die verlangte Prüfung vorgenommen und dabei unter anderem die Situation in anderen Kantonen sowie die möglichen Auswirkungen auf den Ratsbetrieb berücksichtigt.

Das Landratsbüro ist zum Schluss gekommen, dass es das Anliegen unterstützt. Mehr Transparenz und ein zeitgemässer Zugang zu den Debatten des Landrates seien ihm wichtig. Künftig sollen Ratsdebatten also über das Internet live mitverfolgt werden können. Und auch ein Online-Archiv mit Suchfunktion soll eingeführt werden.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 65'000 Franken, wie es heisst. Die wiederkehrenden Kosten seien gering. Das Postulat wird voraussichtlich in der August-Sitzung des Landrates behandelt. Stimmt das Landratsplenum dem Antrag des Landratsbüros zu, kann die Installation der Hardware noch rechtzeitig in das Projekt zur Sanierung des Landratssaals im Jahr 2020 integriert werden.

Einfacheres Protokollieren

Ebenfalls sprach sich das Landratsbüro laut Mitteilung im Grundsatz für die Anschaffung einer Protokollierhilfe aus, die auf Spracherkennung basiert. Sie soll die Protokollierung effizienter und das Protokoll schneller zugänglich machen.

Die Anschaffung der Spracherkennungssoftware sowie der Archivlösung kostet gemäss Grobkonzept einmalig rund 22’000 Franken. Hinzu kommen jährlich wiederkehrende Lizenzgebühren von rund 50’000 Franken. (rac)

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