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Bundesrat will Schullager stärker unterstützen

Der Bundesrat folgt einem Vorschlag des Bündner BDP-Nationalrats Duri Campell und will zukünftig die Bundesbeiträge für obligatorische Schullager erhöhen.

Südostschweiz
Mittwoch, 12. Juni 2019, 18:45 Uhr Vorstoss Campell
Pfadi Pfila Pfingstlager Rodels
In Zukunft sollen obligatorische Schullager vom Bund stärker unterstützt werden.
ARCHIVBILD, YANIK BÜRKLI

Wie soll der Bund künftig obligatorische Schulsportlager unterstützten? Der Bündner BDP-Nationalrat Duri Campell fordert, dass obligatorische Schullager in Zukunft mit höheren Bundesbeiträgen unterstützt werden. In einem kürzlich verfassten Bericht hält der Bundesrat nun fest, Campells Forderung zu folgen. Das bestätigt die BDP-Graubünden in einer Mitteilung.

Im Dezember 2017 entschied das Bundesgericht, dass Schulen für obligatorische Lager von den Eltern einen Kostenbeitrag von maximal 16 Franken pro Tag erheben dürfen. Daraufhin kam schweizweit die Befürchtung auf, dass Schulsportlager aus Spargründen gestrichen werden könnten. Nationalrat Campell, selbst Inhaber einer Skischule, wollte daraufhin vom Bundesrat wissen, welche Möglichkeiten es gibt, um die Schulsportlager stärker zu unterstützen.

Im Bericht meldet sich nun der Bundesrat zu Wort: Lageraktivitäten würden sich auf Kinder und Jugendliche positiv auswirken. Es sei deshalb sinnvoll, einem allfälligen Rückgang der Lager durch höhere J+S-Beiträge entgegenzuwirken. Er schlägt deshalb vor die rechtlichen Möglichkeiten zu schaffen, damit der Maximalbeitrag für die J+S-Lager von 7,60 Franken auf 16 Franken pro Tag und Teilnehmer erhöht werden könnte. Dies würde für alle Organisatoren gelten, das heisst die Schulen, die kantonalen oder kommunalen Behörden oder nationale Sport- und Jugendverbände. (stn)

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