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Katar zahlt 27 Millionen Euro für Hilfsprojekte im Gazastreifen

Nach einer zwischen Israel und der islamistischen Hamas ausgehandelten Waffenruhe hat Katar Hilfsgelder in Höhe von 27 Millionen Euro an den Gazastreifen gezahlt. Ein Gesandter brachte das Geld in das Küstengebiet am östlichen Mittelmeer.

Agentur
sda
Dienstag, 14. Mai 2019, 12:07 Uhr Gaza
Essensausgabe durch eine Hilfsorganisation in Gaza Stadt zum Fastenbrechen während des Ramadan.
Essensausgabe durch eine Hilfsorganisation in Gaza Stadt zum Fastenbrechen während des Ramadan.
KEYSTONE/AP/HATEM MOUSSA

Das Geld werde für Zahlungen an 55'000 arme Familien benutzt, für Essenspakete zum muslimischen Fastenmonat Ramadan sowie zur Schaffung von Kurzzeitjobs, sagte der Vorsitzende des Katarischen Komitees für den Wiederaufbau im Gazastreifen, Mohamed el-Amadi am Dienstag.

Die 20'000 Kurzzeitjobs würden in Abstimmung mit dem Palästinenserhilfswerk Unrwa geschaffen. Unrwa steht nach der Streichung von US-Hilfsgeldern massiv unter Druck.

Vor eineinhalb Wochen war es zum schwersten Gewaltausbruch zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen seit dem Gaza-Krieg 2014 gekommen. Als Teil einer anschliessenden Waffenruhe soll sich Israel unter anderem dazu verpflichtet haben, die Einfuhr von mehr Erdgas für das Kraftwerk im Gazastreifen zu erlauben sowie den Transfer von Geldern Katars und der Vereinten Nationen.

In der vergangenen Woche sagte Katar den Palästinensern finanzielle Hilfe in Höhe von 480 Millionen Dollar zu. Das Geld sei für das Westjordanland sowie den Gazastreifen und solle den Palästinensern helfen, ihre lebensnotwendigen Bedürfnisse zu decken, teilte das katarische Aussenministerium mit.

Katar pflegt gute Beziehungen zur islamistischen Hamas, die im Gazastreifen herrscht. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitsinteressen. Im Gazastreifen leben rund zwei Millionen Menschen unter schwierigen Bedingungen. Es mangelt unter anderem an Trinkwasser und Strom.

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