PUK will Zwischenbericht veröffentlichen
Diese Woche fiel mangels Traktanden die Aprilsession des Bündner Grossen Rates aus. Fünf Mitglieder des Kantonsparlaments blieben aber nicht untätig. Im Gegenteil, die fünfköpfige Parlamentarische Untersuchungskommission zum Bündner Bauskandal tagte während drei Tagen je zwölf Stunden lang.
Diese Woche fiel mangels Traktanden die Aprilsession des Bündner Grossen Rates aus. Fünf Mitglieder des Kantonsparlaments blieben aber nicht untätig. Im Gegenteil, die fünfköpfige Parlamentarische Untersuchungskommission zum Bündner Bauskandal tagte während drei Tagen je zwölf Stunden lang.

Die Generalversammlung des Bündner Baumeisterverbandes vom Freitag zeigte eines ganz deutlich: Der Bündner Bauskandal und dessen Folgen sind noch nicht vom Tisch. Die Mitglieder verabschiedeten an der GV ein Papier mit Verhaltensgrundsätzen, welche illegalen Preisabsprachen entgegenwirken, beziehungsweise wettbewerbsrechtskonformes Handeln aufzeigen sollen.
Während die Bündner Baumeister diese neuen Regeln verabschiedeten, erklärte Michael Pfäffli, Präsident des zuständigen Untersuchungsgremiums (PUK) auf Anfrage von «suedostschweiz.ch», dass die fünfköpfige Kommission die ratsfreie Zeit intensiv genutzt habe. Während drei Tagen arbeiteten Pfäffli und seine Grossratskollegen weiter an der Klärung der Kartellabsprachen im Bündner Baugewerbe und dem Verhalten verschiedener Stellen gegenüber dem Informanten Adam Quadroni.
Seit der Einsetzung der Parlamentarische Untersuchungskommission vergangenen Sommer wurden damit bereits 34 Sitzungstage absolviert. Wann mit konkreten Ergebnissen gerechnet werden kann, ist noch offen. Im Dunkeln soll die Öffentlichkeit bis dahin aber nicht bleiben. Was im März bereits angedeutet wurde, soll nun in die Tat umgesetzt werden. «Wir haben die Absicht einen Teilbericht zu veröffentlichen. Zu welchem Thema und wann, kann ich aber noch nicht sagen», so Pfäffli abschliessend.
Die PUK
Der Grosse Rat des Kantons Graubünden hat am 13. Juni einstimmig entschieden, eine Parlamentarische Untersuchungskommission einzusetzen, um die kolportierten Kartellabsprachen im Bündner Baugewerbe und das Verhalten verschiedener Stellen gegenüber dem Informanten Adam Quadroni abzuklären. Die Einsetzung einer solchen Kommission ist eine Premiere für den Kanton Graubünden. Die PUK wird präsidiert von Michael Pfäffli (FDP, St. Moritz), Beatrice Baselgia-Brunner (SP, Domat/Ems) ist Vizepräsidentin. Weitere Mitglieder sind Walter Grass (BDP, Urmein), Jan Koch (SVP, Igis) und Livio Zanetti (CVP, Landquart).
