×

Der Landrat ist gegen den Biltner Windpark

Der Windpark Bilten wird aus dem kantonalen Richtplan gestrichen. Das dürfte das Aus für das Projekt «Linthwind» bedeuten.

Daniel
Fischli
Mittwoch, 24. April 2019, 18:26 Uhr
Niederurnen, Kraftwerk, Wind, Projekt, Lärm, Linthwind
Der Windpark in Bilten steht vor dem Aus.
ARCHIV

Der Landrat hat gestern fast den ganzen Tag über den neuen kantonalen Richtplan debattiert. Und mehr als eine Stunde lang alleine über den Windpark in Bilten. Gegen 16 Uhr konnten die Gegner des Projektes «Linthwind» aufatmen: Der Landrat folgte mit 30 zu 24 Stimmen dem Antrag der Regierung und strich die Windenergiezonen in Bilten aus dem Richtplan. Die vorberatende Kommission hatte die Zone noch knapp befürwortet.
Gegen die Windenergiezone hatten vor allem SVP und CVP ziemlich geschlossen gestimmt. Die für die Mehrheit notwendigen weiteren Stimmen kamen aus fast allen andern Fraktionen. Für die Zone waren umgekehrt vor allem Grüne, SP, Grünliberale und BDP.

Gemeindepräsident gegen Projekt

Falls es nach den monatelangen Diskussionen um das Projekt «Linthwind» noch unentschlossene Landräte gegeben hat, haben sie vielleicht die Voten des ehemaligen und des amtierenden Gemeindepräsidenten von Glarus Nord vom Nein überzeugt. Martin Laupper (FDP), in dessen Amtszeit das Projekt vorangetrieben worden war, warnte davor, den Windpark gegen die betroffene Bevölkerung zu bauen. Und Thomas Kistler (SP) sagte, er habe sich durch das Unwohlsein der Biltner umstimmen lassen.
Die St. Gallisch-Appenzellische Kraftwerke AG (SAK) will nördlich und südlich von Bilten total vier oder fünf Windturbinen aufstellen. In einer ersten Reaktion bedauert die SAK den Entscheid des Landrates. Man werde in den nächsten Wochen das weitere Vorgehen prüfen.

Kommentar schreiben

Kommentar senden