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La Punter wollen den InnHub

Die Stimmbürger von La Punt Chamues-ch wollen den Bau eines InnHub ermöglichen. Die Gemeindeversammlung sprach sich mit 88 Prozent deutlich für die Gewährung eines Baurechts für den Innovationscampus aus. Damit kann das Projekt weiter vorangetrieben werden.

Südostschweiz
Samstag, 13. April 2019, 10:59 Uhr Deutliche Zustimmung
Aussenansicht des geplanten InnHub La Punt.
PRESSEBILD

Nach einer längeren Diskussion hat die Gemeindeversammlung von La Punt Chamues-ch am Freitagabend das Baurecht für die Erstellung eines InnHub erteilt. 130 Stimmberechtigte oder 88 Prozent der 148 Gekommenen liessen sich vom Projekt überzeugen. Damit erteilte die Gemeindeversammlung laut einer Mitteilung für 60 Jahre das Baurecht über die Parzellen 457 un 1040 im Ausmass von 2666 Quadratmetern. Der jährliche Baurechtszins zugunsten der Gemeinde beträgt 42'656 Franken.

«Wir waren seit dem ersten Tag in die Abklärungen einbezogen und konnten die Bedürfnisse der Gemeinde, ihrer Bewohner und Gäste laufend einbringen», sagte Gemeindepräsident Jakob Stieger. «Für La Punt ist es ein Glücksfall, dass Mia Engiadina Einheimische, Stammgäste und die Gemeinde an einen Tisch brachte. Zusammen haben wir ein Projekt entwickelt, das allen in La Punt etwas bringt», so Stieger. «Am Freitag wurde zwar nicht über das Projekt, sondern über das Baurecht abgestimmt. Wäre es nicht angenommen worden, wäre das Projekt gestorben. Für die Gemeinde ist das Projekt eine Chance», so Stieger auf Anfrage von Radio Südostschweiz. «Jetzt muss der Gemeindevorstand das Projekt vorantreiben und so rasch wie möglich umsetzen.»

Architekt Lord Norman Foster entwarf ein Gebäude, das Elemente des Engadinerhauses und der Landschaft übernimmt. PRESSEBILD

Was ist ein InnHub? Der von Mia Engiadina initiierte Innovationscampus soll ein neues Zentrum mit Arbeits-, Seminar- und Sportmöglichkeiten, Detailhandel, einem Restaurant und einer Tiefgarage werden. Das auf gut 7000 Quadratmetern entstehende Projekt soll privatwirtschaftlich finanziert und von Kanton, Region und Gemeinde unterstützt werden. Als Architekt zeichnet der weltbekannte Lord Norman Foster. Nach der Zustimmung der Gemeindeversammlung soll das Projekt nun so weiter entwickelt werden, dass eine Baueingabe eingereicht werden kann. Zuvor muss der InnHub aber noch eine zweite Volksabstimmung bestehen: Im Herbst stimmen die La Punter über eine Anpassung des Zonenplanes ab.
Die Arbeits- und Seminarräume können in kleineren oder grösseren Einheiten stunden-, tages- oder monatsweise genutzt werden. Während der Bau durch Investoren finanziert wird, wird für den Betrieb eine breit abgestützte Gesellschaftsform mit genossenschaftlichem Charakter angestrebt, an der sich Einheimische genauso beteiligen können wie Gäste des Ortes.

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