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Organspende-Initiative der Jeune Chambre Internationale eingereicht

Die Volksinitiative «Organspende fördern - Leben retten» ist am Freitag mit 113'000 beglaubigten Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht worden. Das Begehren fordert, dass jede Person ohne expliziten Widerruf zum Organspender wird.

Agentur
sda
Freitag, 22. März 2019, 16:22 Uhr Bern
Die Initianten von Jeune Chambre Internationale (JCI) haben die Unterschriften für ihre Volksinitiative "Organspende fördern - Leben retten" eingereicht.
Die Initianten von Jeune Chambre Internationale (JCI) haben die Unterschriften für ihre Volksinitiative "Organspende fördern - Leben retten" eingereicht.
KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Die sogenannte «Widerspruchsinitiative» sieht eine Verfassungsänderung vor, die auf dem Grundsatz einer «vermuteten Zustimmung» beruht, wie die Initianten von der Jeune Chambre Internationale (JCI) mitteilten.

Damit würden alle Menschen zu Organspendern, sofern sie dem zu Lebzeiten nicht explizit widersprochen haben oder die Angehörigen nicht wissen, ob sich die verstorbene Person gegen eine Organspende ausgesprochen hat.

Hinter der Initiative steht die JCI, eine weltweite Vereinigung von Menschen im Alter von 18 bis 40 Jahren mit über 200'000 Mitgliedern. Die Initiative wurde 2017 lanciert und unter anderen von der Nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation Swisstransplant unterstützt.

Hintergrund des Begehrens ist laut den Initianten die Tatsache, dass in der Schweiz nach wie vor ein grosser Mangel an gespendeten Organen herrscht. Auf hundert Verstorbene fänden sich lediglich fünf Organspendekarten, wie aus einer Dokumentation von Swisstransplant hervorgeht. Und nur ein Drittel der Angehörigen habe Kenntnis von einem entsprechenden Wunsch der verstorbenen Menschen. Damit hinke die Schweiz im europäischen Vergleich zurück.

Erfolgreiches Organspenderegister

Parallel zur Initiative der (JCI) hat Swisstransplant einen weiteren Weg zur Verbesserung der Organspendezahlen eingeschlagen. Sie lancierte am 1. Oktober 2018 ein nationales Organspenderegister. Darin können Menschen ab 16 Jahren auch ohne Spendeausweis festhalten, ob sie ihre Organe spenden wollen oder nicht.

Diese Aktion sei erfolgreich angelaufen, schreibt Swisstransplant in der aktuellen Ausgabe ihres Magazins. Bis Ende 2018 hätten sich rund 44'000 Menschen im Organspenderegister eingetragen. Gut 80 Prozent der registrierten Personen hätten sich bereiterklärt, alle Organe und Gewebe zu spenden, und weniger als fünf Prozent hätten sich explizit als Nicht-Spender ausgewiesen.

Die christliche Vereinigung Human Life International Schweiz (HLI) hat sich in einer Mitteilung vom Freitag gegen die Widerspruchsinitiative geäussert. Eine «nur mehr vermutete Zustimmung zur Organspende» widerspreche dem medizinethischen Standard-Prinzip der «informierten Zustimmung», schreibt sie. Erfahrungen anderer Länder zeigten, dass die Widerspruchsregelung die Spenderate nicht habe beeinflussen können.

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Die Leute die so eine Inaktive einreichen haben keine Ahnung, was ein Mensch zwischen Leben und Tod alles noch war nimmt.
Vielleicht verspürt so ein Mensch noch Schmerzen, denn der Körper wird ja am Leben mit den Maschinen erhalten um nachher nach belieben ausgeschlachtet zu werden.
Mann hat festgestellt das Menschen die Klinisch Tod waren Seher viel mitbekommen haben. Aus Diesem Grunde darf man Keine Organe Spenden.
Es Kommt mir wie eine Erpressung vor so eine Abstimmung durch zu führen.
Jeder Mensch sollte weiterhin selber bestimmen können ob er ein Organ spenden will, alles andere ist nicht integer.