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Aargauer Regierung lässt Franziska Roths Departement analysieren

Der Aargauer Regierungsrat hat auf die Kritik an der Amtsführung von Gesundheitsdirektorin Franziska Roth (SVP) reagiert. Er gibt eine unabhängige, externe Analyse zu Organisation, Führung und Unternehmenskultur in Auftrag.

Agentur
sda
Donnerstag, 14. März 2019, 09:58 Uhr Aarau
Die Amtsführung der Aargauer Regierungsrätin Franziska Roth (SVP) wird von verschiedenen Seiten kritisiert. (Archivfoto)
Die Amtsführung der Aargauer Regierungsrätin Franziska Roth (SVP) wird von verschiedenen Seiten kritisiert. (Archivfoto)
KEYSTONE/WALTER BIERI

Die Analyse werde sich auch mit dem Betriebsklima befassen, teilte die Aargauer Staatskanzlei am Donnerstag mit. Der Regierungsrat wolle mit dem unabhängigen externen Gutachten verschiedene in diesen Bereichen öffentlich diskutierte Kritikpunkte klären.

Der Entscheid sei am an der letzten Sitzung im Einvernehmen mit Regierungsrätin Roth, der Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), gefällt worden. Eine externe Firma soll die Analyse erarbeiten.

Regierungsrätin Roth ist seit 2017 im Amt. Die frühere Gerichtspräsidentin steht seither im Gegenwind. Offensichtlich hat die Quereinsteigerin in ihrem Amt noch nicht Fuss gefasst.

«Mangelndes Vertrauensverhältnis»

Letzte Woche musste sich die Regierungsrätin im Parlament eine Standpauke anhören. In einer Fraktionserklärung bemängelten FDP, CVP und die Grünen das «mangelnde Vertrauensverhältnis». Sie warfen Roth «Geringschätzung» gegenüber den Politikern vor.

Im Gesundheitswesen stünden dringende Reformen an, sagte FDP-Grossrätin Sabina Freiermuth in der gemeinsamen Fraktionserklärung. Damit diese Reformen gelingen würden, brauche es zwischen den Institutionen Regierungsrat und Grossrat eine «von Offenheit, Vertrauen und Respekt geprägte Zusammenarbeit».

Die SVP, die bei Sachentscheiden die eigene Regierungsrätin auch schon im Regen stehen liess, wehrte sich nicht für Roth.

Im Departement Gesundheit und Soziales kam es seit Amtsantritt von Roth zu wiederholten Abgängen von Führungsleuten. So nimmt nun Generalsekretär Matthias Laube den Hut - im «gegenseitigen Einvernehmen aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die Zusammenarbeit», wie die Staatskanzlei mitteilte. Laube trat den Posten im Mai 2018 an.

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