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Die Eishalle Oberengadin muss nun konkrete Formen annehmen

Eine Jahre-, ja fast Jahrzehnte lange, Diskussion soll endlich in ein konkretes Projekt münden. Die Oberengadiner Stimmbevölkerung will eine Eishalle und hat diesem Willen mit der Annahme der Initiative «Aufbau und Betrieb eines Eissportzentrums mit Sport- und Eventhalle in der Region Maloja» deutlich Ausdruck verliehen.

Südostschweiz
Sonntag, 10. Februar 2019, 13:38 Uhr Abstimmungsresultat

77,5 Prozent der Stimmbürger der zwölf Gemeinden der Region Maloja haben JA gesagt zur Initiative «Aufbau und Betrieb eines Eissportzentrums mit Sport- und Eventhalle in der Region Maloja». Nur in der Gemeinde Bregaglia gab es ein knappes NEIN von 51,2 Prozent. Es ist zwar nur einer, dazu noch ein kleiner, Schritt, der eine mögliche künftige Eishalle im Oberengadin genommen hat, und doch ist es ein wichtiger. Denn seit Jahren wird in der Region Maloja schon darüber geredet, dass die Eissport-Vereine über keine zeitgemässe Infrastruktur verfügten. Das wird sich auch mit dem JA an der Urne zur Initiative «Aufbau und Betrieb eines Eissportzentrums mit Sport- und Eventhalle in der Region Maloja» nicht so schnell ändern.

Und doch bekommt das Ansinnen mit der grossen Zustimmung auch ein politisches Gewicht, das nicht so einfach ignoriert werden kann. Der Startschuss ist jetzt abgefeuert worden, nun folgte der eigentliche Hürdenlauf: Es folgen politische Prozesse wie eine Abstimmung über eine Leistungsvereinbarung zwischen der Region Maloja und allen Politischen Gemeinden der Region Maloja. Es muss ein Standort gefunden werden, und allenfalls werden Ortsplanungsrevisionen notwendig. Weiter ist zu klären, wer die Bauträgerschaft und wer die Betriebsleitung übernehmen wird. Das Thema regionale Eishalle wird die Oberengadiner sicher noch eine ganze Weile beschäftigen.

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