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SP und Grüne denken über Kandidatur nach

Die drei bisherigen bürgerlichen Glarner National- und Ständeräte treten im Oktober wieder an. Sie könnten noch Konkurrenz aus dem linken und grünen Spektrum bekommen.

Daniel
Fischli
Dienstag, 22. Januar 2019, 04:30 Uhr Konkurrenz für Bisherige
Nationalrat Martin Landolt und Ständerat Thomas Hefti bekommen bei den Wahlen Konkurrenz.
SASI SUBRAMANIAM

Seit zehn Jahren ist die dreiköpfige Glarner Delegation in den eidgenössischen Räten rein bürgerlich. Und zu den Wahlen vom Oktober dieses Jahres treten Nationalrat Martin Landolt (BDP) und die beiden Ständeräte Thomas Hefti (FDP) und Werner Hösli (SVP) wieder an. Landolt will sich von seiner Partei Ende April wieder als Kandidat aufstellen lassen. Hefti und Hösli sind in der vergangenen Woche von ihrer jeweiligen Basis bereits nominiert worden.

Von den in Bern nicht vertretenen Glarner Parteien würde die CVP nur antreten, wenn einer der Bisherigen zurücktreten würde, wie CVP-Präsident Peter Landolt erklärt. Dies ist jetzt definitiv nicht der Fall. Anders sieht es aber im politischen Spektrum links der Mitte aus.

Ein Drittel nicht vertreten

Die linken und grünen Glarner Wähler seien in Bern heute nicht vertreten, heisst es unisono von der SP und den Glarner Grünen. «Und das möchten wir ändern», sagt die Co-Präsidentin der Grünen, Priska Müller. Die Grünen seien sehr an einer Kandidatur interessiert und prüften derzeit Optionen. «Dazu gehören natürlich eigene Kandidaturen und auch die Unterstützung anderer Kandidaturen», so Müller.

Gleich tönt es von der SP: Ein Drittel der Glarnerinnen und Glarner habe keine Vertretung im eidgenössischen Parlament. «Wir haben geeignete Kandidaten und sind momentan in Absprache mit den Grünen an der Prüfung von Kandidaturen für den National- oder Ständerat», sagt SP-Präsident Jacques Marti. Zu welchem Zeitpunkt eine allfällige Kandidatur bekannt gegeben werden könne, sei noch offen, so Müller und Marti übereinstimmend. Auch noch offen ist, ob die Grünliberalen eine eigene Kandidatur wagen respektive ob sie eine fremde unterstützen wollen. Dies erklärt GLP-Präsident Pascal Vuichard.

2009 verlor die SP ihren Nationalratssitz nach dem Rücktritt von Werner Marti an die BDP. Bei den Wahlen 2011 und 2015 sind Angriffe von Linken und Grünen gescheitert.

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