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Über drei Viertel der Kubaner im Ausland schickt Geld nach Hause

Mehr als drei Viertel der im Ausland lebenden Kubaner schicken ihren Familien auf der Insel regelmässig Geld. 77 Prozent der Exil-Kubaner schickten finanzielle Unterstützung für Angehörige in dem sozialistischen Inselstaat.

Agentur
sda
Samstag, 19. Januar 2019, 01:00 Uhr Havanna
Ein Mann mit US-Dollars vor einer Wechselstube in der kubanischen Hauptstadt Havanna. (Archivbild)
Ein Mann mit US-Dollars vor einer Wechselstube in der kubanischen Hauptstadt Havanna. (Archivbild)
KEYSTONE/EPA/ALEJANDRO ERNESTO

Wie das kubanische Zentrum für Bevölkerungsstudien in einer am Freitag (Ortszeit) veröffentlichten Untersuchung erklärte, hilft gut ein Drittel der im Ausland lebenden Kubaner demnach neben Geld auch mit anderen Zuwendungen für die Familie, beispielsweise mit Medikamentenlieferungen. Die Studie wurde von 2008 bis 2016 durchgeführt. Wie viel Geld im Durchschnitt nach Kuba geschickt wird, wurde darin nicht erwähnt.

Auf Kuba leben rund elf Millionen Menschen. Nach Angaben der Studie haben 38 Prozent von ihnen Familienmitglieder in einem anderen Land. Die sozialistische Regierung veröffentlicht keine Daten dazu, wie viel Geld pro Jahr von Exil-Kubanern nach Hause überwiesen wird.

Die Beratungsfirma The Havana Cosulting Group (THCG) mit Sitz in Miami schätzte im vergangenen Jahr, dass die in den USA lebenden Kubaner im Jahr 2017 rund 3,6 Millionen Dollar nach Hause geschickt haben. Von den rund 2,4 Millionen Kubanern, die nicht auf der Insel leben, wohnt der grösste Teil in den Vereinigten Staaten.

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