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Bouffier abermals zum hessischen Ministerpräsidenten gewählt

Der CDU-Politiker Volker Bouffier ist am Freitag erneut zum Ministerpräsidenten des deutschen Bundeslandes Hessen gewählt worden. Im Landtag in Wiesbaden erhielt er 69 Stimmen. Diese Zahl entspricht den Landtagsmandaten von CDU und Grünen.

Agentur
sda
Freitag, 18. Januar 2019, 16:20 Uhr Wiesbaden
Der CDU-Politiker Volker Bouffier ist erneut zum Ministerpräsidenten des deutschen Bundeslandes Hessen gewählt worden. (Archiv)
Der CDU-Politiker Volker Bouffier ist erneut zum Ministerpräsidenten des deutschen Bundeslandes Hessen gewählt worden. (Archiv)
KEYSTONE/EPA/RONALD WITTEK

Bei der Landtagswahl Ende Oktober hatten Bouffiers Christdemokraten massiv Stimmen verloren, waren aber stärkste Partei geblieben. Es kam zu einer Neuauflage der schwarz-grünen Koalition, die in den vergangenen fünf Jahren recht konfliktfrei gearbeitet hatte.

Allerdings sind die Grünen dank ihres guten Abschneidens bei der Landtagswahl in der neuen Regierung deutlich stärker vertreten. Sie haben jetzt vier statt zwei Ministerien, die CDU kommt auf sieben. Stellvertretender Regierungschef bleibt der Grünen-Spitzenkandidat und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir.

Der 67-jährige Bouffier, der auch ein stellvertretender CDU-Bundesvorsitzender ist, war 2010 erstmals zum Regierungschef gewählt worden. Nachdem die christlich-liberale Koalition bei der Wahl 2013 die Mehrheit verloren hatte, bildete seine Mitte-Rechts-Partei eine Koalition mit den linksstehenden Grünen.

Bei der Landtagswahl am 28. Oktober war die CDU um 11,3 Punkte auf 27,0 Prozent abgestürzt. Als eine Folge legte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach 18 Jahren den CDU-Vorsitz nieder. Nachfolgerin wurde die frühere saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Kanzlerin will Merkel noch bis Ende der Legislaturperiode 2021 bleiben.

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