×

Syrische Luftabwehr beschiesst «feindliche Ziele» bei Damaskus

Israelische Kampfflugzeuge haben syrischen Angaben zufolge am Freitag Raketenangriffe auf Ziele in der Nähe der Hauptstadt Damaskus geflogen. Die meisten Raketen seien von der syrischen Luftabwehr abgeschossen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana.

Agentur
sda
Samstag, 12. Januar 2019, 03:34 Uhr Damaskus
Explosionen bei Damaskus: Die syrische Luftabwehr schoss am Freitagabend gegen "feindliche Zeile". (Symbolbild)
Explosionen bei Damaskus: Die syrische Luftabwehr schoss am Freitagabend gegen "feindliche Zeile". (Symbolbild)
KEYSTONE/AP/HASSAN AMMAR

Das Medium berief sich auf Militärkreise. Ein Lagerhaus am Flughafen nahe der Hauptstadt sei getroffen worden. Der Flugverkehr sei laut Verkehrsministerium nicht beeinträchtigt worden. Nach Angaben eines Journalisten der Nachrichtenagentur AFP waren in Damaskus mehrere schwere Explosionen zu hören. Zu möglichen Opfern gab es keine Angaben.

Auch der Saudi-Arabien wohlgesonnene Nachrichtenkanal Al-Arabija berichtete unter Berufung auf staatliche syrische Medien, die Luftabwehr sei gegen «feindliche Ziele» im Einsatz. Die als verlässlich geltende syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London bestätigte die schweren Explosionen. Demnach zerstörten israelische Raketen auch mehrere Waffenlager der iranischen Revolutionsgarden und verbündeter libanesischer Milizen südwestlich von Damaskus. Die Berichte konnten zunächst nicht überprüft werden.

Israel äussert sich in der Regel nicht zu solchen Berichten. Die Regierung hat jedoch wiederholt betont, dass es keine dauerhafte iranische Militärpräsenz in Syrien tolerieren werde.

Israel hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Luftangriffe in der Nähe von Damaskus ausgeführt. Die israelische Armee bombardierte Einrichtungen syrischer Regierungstruppen und deren Verbündete, die schiitische Hisbollah-Miliz oder iranischer Einheiten. Israel befürchtet einen wachsenden Einfluss des Erzfeindes Iran in Syrien. Der Iran ist ein wichtiger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Kommentar schreiben

Kommentar senden