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Noch einige Hürden für Badesee in Sumvitg

Seit rund 23 Jahren wird in Sumvitg über einen Badesee diskutiert. In diesem Jahr soll dieses Projekt nun deutliche Fortschritte machen.

Südostschweiz
Donnerstag, 10. Januar 2019, 07:49 Uhr 2019 soll viel passieren
So soll das Projekt dereinst umgesetzt werden.
PRESSEVISUALISIERUNG

Der Verein Uniun Lag Salischinas hat kürzlich auf das vergangene Jahr zurück- und auf das kommende vorausgeschaut. Dabei zeigte sich: Das Projekt Badesee steht noch vor einigen Herausforderungen. Die Analyse zu den Auswirkungen auf Fauna und Flora hätten gezeigt, dass der See am gewünschten Standort Salischinas machbar sei, wie aus einer Mitteilung des Vereins hervorgeht.

Weniger gut sieht es für den Badesee aus, wenn man einen genaueren Blick auf die Grundwasserthematik wirft. Messungen hätten gezeigt, dass sich der Grundwasserspiegel gegen August hin um zwei Meter gesenkt hatte. «Damit entstehen gegen Ende des Sommers hin lange, unschöne Uferpartien, was sich auf das Gesamtbild und auf die Nutzung negativ auswirken würde», betont der Präsident des Vereins, Rino Caduff, im Schreiben. Die Errichtung eines Grundwassersees ist damit vom Tisch. Der Verein will deshalb auf eine abgedichtete Variante – zum Beispiel ein Gemisch aus Aushubmaterial und Tonerde – setzen.

Eine weitere Hürde zeigt sich gemäss Caduff beim Thema Hochspannungsleitungen. Im Gebiet des Sees gibt es drei solcher Leitungen. Eine stelle für das Projekt ein schwerwiegendes Hindernis dar. Gespräche mit den Eigentümern hätten jedoch bereits Lösungen ergeben. Dies hätten auch «wesentliche Verbesserungen» für die ganze Landschaft zur Folge.

Der geplante See, welcher sowohl für Badegäste, wie auch für Fischer zugänglich sein soll, muss auch mit finanziellen Hürden kämpfen. Die Unterstützung von Kanton und Gemeinde ermöglichen dem Verein eine wirtschaftliche Potenzialanalyse. Diese soll Möglichkeiten und Gefahren aufzeigen. Die Resultate werden per Ende März 2019 erwartet. Dann warten bereits Gespräche mit den Umweltschutzorganisationen.

Das Projekt, welches mittlerweile von mehr als 850 Vereinsmitgliedern unterstützt wird, hätte in diesem Jahr bereits gebaut werden sollen. Dies hatten die Initianten im Frühling 2017 angekündigt, als klar geworden war, dass das Projekt aus technischer Sicht umsetzbar wäre. Bis zum tatsächlichen Baustart steht ihnen nun jedoch noch eine Menge Arbeit bevor. (koa)

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