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Aus dem Gefängnis wird ...

Anfang 2020 hat das Churer Gefängnis Sennhof ausgedient. Nun ist bekannt, was aus den Gefängnisräumen und dem Stacheldraht wird.

Südostschweiz
Donnerstag, 20. Dezember 2018, 08:45 Uhr Ideenwettbewerb entschieden

Mit der für Anfang 2020 geplanten Inbetriebnahme der geschlossenen Justizvollzugsanstalt Cazis Tignez wird der Justizvollzug im Sennhof aufgegeben. Um die freiwerdenden Räume optimal zu nutzen, wurde durch das kantonale Hochbauamt ein Investorenwettbewerb lanciert. Nun ist klar, was aus dem 200 Jahre alten Gefängnis werden soll.

Das Gefängnis aus der Vogelperspektive. MARCO HARTMANN

Gewonnen hat das Projekt «Kontinuum», wie der Kanton Graubünden am Donnerstagmorgen in einer Mitteilung schreibt. Dabei bleiben der Turm, der Bogentrakt und die Gebäude entlang der Sennhofstrasse erhalten. Durch die Abwinklung des Neubauteils wird der Innenhof neu gefasst, öffnet sich gegen den Rebberg und wirkt gesamthaft grosszügiger, wie der Kanton das Projekt umschreibt.

Konkret beinhaltet das Projekt Platz für ein Restaurant, Gewerbe-, Wohn- und Kulturraum, sowie auch für Studenten. Das Areal soll ausser für Anlieferungen autofrei und nur für den Langsamverkehr freigegeben sein. (koa)

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Da gebe ich Herrn Reuss recht, keine Arch. Meisterleistung, eine Geldmaschine für die nimmersatte Kantonskasse für die Finanzierung Dummer Projekte, Synergia, Konfikt, Delux Gefängnis und so weiter, für die Ostschweizer Kantone und ZH.

Da Kultur (Restaurant und Gewerbe) in GR ich meist mit Lärm gleichgesetzt erlebe, dürfte das neue Projekt leider gar nichts Bahnbrechendes sein, sondern eher "ein zweiter Arcas".
Ich wünschte mir das Gegenteil: Ruhewohnen als USP und Zuflucht für dringend Bedürftige im Indoor-Lärmmeer. Aber in unserer alternativlosen Gesellschaft vermisse ich das am meisten, von dem am meisten geheuchelt wird: Achtsamkeit/Empathie, UPSs statt Metoos, Einfalls- statt Einfaltsreichtum. Das widerspiegelt auch der hervorragende, exemplarische Leserbrief von Giovanni Maranta (SO 19. Dez. 2018) "Mummenschanz im Kunsthaus" über eine Kunstszene, die sich nur noch gegenseitig lobpreist/hochjubelt statt Inhalte zu schöpfen, dasselbe sehe ich bei GRF (Graubünden Ferien), je weniger Substanz, umso mehr flutet es "Auszeichnungen" branchenintern "künstlich", Gefälligkeitsgutachten.
Kunst kommt von Können. Aber wo gibts das noch in GR? Wer fördert das?